Pressemeldungen Juni 2026
Heimische Brutvögel am Lendspitz-Maiernigg erleben
Im Rahmen von „City meets Nature“ ging es am Wochenende zur Vogelbeobachtung ins Europaschutzgebiet Lendspitz-Maiernigg in Klagenfurt. Gemeinsam mit Ornithologe Daniel Wuttej entdeckten Naturinteressierte die faszinierende Vogelwelt der Ostbucht.
Frühmorgens auf Vogelstimmen lauschen und heimische Arten in ihrer natürlichen Umgebung beobachten: Diese Gelegenheit nutzten am vergangenen Wochenende zahlreiche Naturinteressierte bei einer Early-Bird-Vogelbeobachtungsführung im Europaschutzgebiet Lendspitz-Maiernigg in Klagenfurt. Organisiert wurde die Exkursion im Rahmen des Projekts „City meets Nature“.
Begleitet wurden die Teilnehmer von Ornithologe Daniel Wuttej vom E.C.O. Institut für Ökologie, der spannende Einblicke in die Vogelwelt der Klagenfurter Ostbucht gab.
Das Europaschutzgebiet Lendspitz-Maiernigg bietet übers Jahr rund 120 Vogelarten eine temporäre Heimat. Während der Brutzeit können hier mehr als 50 Arten beobachtet werden. Mittlerweile sind auch die letzten Zugvögel aus ihren Winterquartieren zurückgekehrt.
Während der Führung konnten unter anderem Buntspecht, Teichrohrsänger, Gartenbaumläufer, Grauschnäpper, Kleiber, Amsel, Mönchsgrasmücke, Buchfink und Kohlmeise gehört und beobachtet werden.
Das Interesse der Teilnehmer war groß. Besonders Fragen zur Lebensweise heimischer Vögel sorgten für spannende Gespräche. So erklärte Daniel Wuttej, dass Singvögel vor allem zur Revierverteidigung und zur Kommunikation mit Artgenossen singen. Nach erfolgreicher Paarbildung lasse das intensive Singen vieler Arten deutlich nach.
Für Staunen sorgte auch die Information über Mauersegler: Diese verbringen einen Großteil ihres Lebens in der Luft und schlafen sogar während des Fluges. Zum Brüten suchen sie Nischen an Gebäuden auf. Ihre lauten Rufe gelten für viele Naturfreunde als Zeichen dafür, dass der Sommer endgültig begonnen hat.
Seit drei Jahren unterstützen die Stadtwerke Klagenfurt das Projekt „City meets Nature“, das den Schutz des Europaschutzgebietes Lendspitz-Maiernigg in den Mittelpunkt stellt.
Zu den Maßnahmen zählen Schilfzäune, Neophytenbekämpfung und Bewusstseinsbildung bei Badegästen, SUP-Nutzern und anderen Besuchern der Ostbucht. Mit der Umsetzung wurde das E.C.O. Institut für Ökologie betraut.
Ziel sei es, zu zeigen, dass Erholung am See und Naturschutz erfolgreich Hand in Hand gehen können.
Fotos: STW