Pressemeldungen Juni 2026
Elisabethinen-Krankenhaus: Dr. Gerd Köhler neuer Leiter der Inneren Medizin

Die Innere Medizin am Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt steht seit 1. April 2026 unter neuer Leitung: Mit Prim. Priv. Doz. Dr. Gerd Köhler übernimmt ein Internist und Diabetologe die Abteilung, der seit vielen Jahren an der Schnittstelle zwischen Medizin, Technologie und klinischer Organisation arbeitet. Er folgt auf Dr. Hans Jörg Neumann, MSc, der die Abteilung über viele Jahre geprägt hat.
Der gebürtige Kapruner absolvierte zunächst eine HTL für Elektrotechnik, bevor er an der Medizinischen Universität Graz Humanmedizin studierte und sich auf Innere Medizin, Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen spezialisierte. An der Medizinischen Universität Graz habilitierte Köhler im Fach Innere Medizin und ist dort bis heute in Forschung und Lehre tätig. Internationale Erfahrungen sammelte er unter anderem bei Forschungsaufenthalten im schwedischen Malmö.
Seit vielen Jahren beschäftigt sich Köhler intensiv mit Diabetologie und moderner Diabetes-Technologie. Bereits zu einer Zeit, als Glukosesensoren oder automatisierte Insulinpumpen noch Zukunftsmusik waren, begann er sich wissenschaftlich mit diesen Entwicklungen auseinanderzusetzen. Später leitete er unter anderem die diabetische Fußambulanz sowie die Bettenstation der Klinischen Abteilung für Endokrinologie und Diabetologie an der Medizinischen Universität Graz. Aus Forschungsarbeiten entstand damals auch ein Patent. Zudem leitete Köhler von 2023 bis 2026 das Rehabilitationszentrum Aflenz als Primar.
Heute zählt Köhler zu den profilierten Experten Österreichs im Bereich Diabetes-Technologie. Er ist unter anderem Vorsitzender des Technologieausschusses der Österreichischen Diabetes Gesellschaft, Mitverfasser von Leitlinien der Österreichischen Diabetesgesellschaft und der Österreichischen Adipositasgesellschaft sowie Experte für Diabetes mellitus bei Austro Control.
„Die Innere Medizin ist oft jener Bereich, in dem alles zusammenläuft. Genau das macht sie spannend“, sagt der neue Abteilungsleiter. Für ihn gehören Technologie, Abläufe, Teamarbeit und moderne Diabetesmedizin ebenso zur Inneren Medizin wie der direkte Blick auf die Patienten.
Besonders im Bereich der Diabetes Behandlung sieht Köhler große Entwicklungen: „Die Diabetesmedizin hat in den letzten 3 bis 5 Jahren deutliche Fortschritte gebracht. Heute gibt es Möglichkeiten, die für viele Patientinnen und Patienten den Alltag erleichtern.“ Dazu zählen etwa Glukosesensoren, automatisierte Insulinpumpen oder sogenannte Closed-Loop-Systeme, die den Blutzucker laufend messen und die Insulinabgabe teilweise selbst steuern können.
Trotz aller technischen Entwicklungen bleibt für Köhler der praktische Nutzen entscheidend: „Neue Technologien müssen den Menschen im Alltag helfen. Sonst bringen sie wenig“, betont er. Vor allem bei Diabetes und Adipositas rechnet er in den kommenden Jahren mit weiteren Fortschritten durch neue Medikamente, Antikörpertherapien und digitale Systeme.
Neben Forschung und Medizin beschäftigt sich Köhler seit Jahren intensiv mit Teamorganisation, Prozessentwicklung und Klinikabläufen. Gerade in einem rund 20-köpfigen Team seien klare Strukturen, gegenseitige Wertschätzung und gute Kommunikation entscheidend.
Über sein neues Team in Klagenfurt sagt Köhler: „Wir haben hier ein fachlich sehr breit aufgestelltes Team mit hoher Expertise in der Inneren Medizin. Gleichzeitig spürt man viel Motivation, Offenheit und Zusammenhalt – das ist eine große Stärke der Abteilung.“
Aktuell pendelt der neue Abteilungsleiter noch häufig zwischen Graz und Kärnten, oft mit der Koralmbahn. Mittelfristig soll Kärnten aber auch privat zu seinem Lebensmittelpunkt werden. Ausgleich findet Köhler bei langen Spaziergängen mit seinen Retriever Hunden, Reisen und der Begeisterung für Asien, Kulinarik und Natur. Zusätzlich absolviert er derzeit ein MBA Healthcare und Hospital Management-Studium in Graz.
Foto: EKH