Pressemeldungen Juni 2026
Debatte um Schutzstatus des Wörthersees: SPÖ kritisiert WK-Vorstoß
Der Vorstoß der Kärntner Wirtschaftskammer zur möglichen Herabstufung des Wörthersees sorgt weiter für politische Reaktionen. Kritik kommt nun von SPÖ-Klubobmann Luca Burgstaller, der den Vorstoß der Kärntner Wirtschaftskammer, den Wörthersee als „erheblich veränderten Wasserkörper“ herabstufen zu lassen, deutlich ablehnt.
„Wenn einem das Ergebnis nicht gefällt, kann man nicht einfach die Spielregeln ändern“, kritisiert Burgstaller den Vorschlag und spricht von einer Strategie, die an eine „Vogel-Strauß-Taktik“ erinnere.
Für den SPÖ-Politiker steht fest, dass der Wörthersee allen Kärntnerinnen und Kärntnern gehört. „Der Wörthersee ist ein Juwel inmitten unseres Bundeslandes – und er gehört allen Kärntnerinnen und Kärntnern. Jenen die damit wirtschaften ebenso, wie jenen, die hier Erholung, Badespaß und Naturerlebnis suchen“, betont Burgstaller.
Aus Sicht der SPÖ sei ein gesunder See die Grundlage für nachhaltige Entwicklung in Kärnten. „Ein gesunder und ökologisch ausgeglichener See ist außerdem die beste Grundlage für nachhaltige Bewirtschaftung. Hier Schutzkriterien zu senken ist klar der falsche Weg. Das bringt vielleicht kurzfristig mehr Umsatz, schadet langfristig aber dem ganzen Ökosystem – sowohl in biologischer wie auch touristischer und gesellschaftlicher Hinsicht.“
Die Diskussion rund um den Schutzstatus des Wörthersees dürfte damit weiter an Fahrt aufnehmen. Der See zählt zu den wichtigsten Natur- und Tourismusräumen Kärntens und steht im Spannungsfeld zwischen wirtschaftlicher Nutzung und Naturschutz.
Foto: Mein Klagenfurt