Pressemeldungen Juni 2026
3sat zeigt Doku über Pink Lake am Wörthersee
Das Pink Lake Festival am Wörthersee ist längst weit mehr als eine Partywoche. Seit 18 Jahren steht das Event für gelebte Vielfalt, Akzeptanz und ein respektvolles Miteinander. Wie besonders das Festival für viele Menschen ist, zeigt die Dokumentation „Pink Lake – Vielfalt am Wörthersee“, die am Donnerstag, 11. Juni 2026, um 11.50 Uhr auf 3sat ausgestrahlt wird.
Das Festival zieht vor allem schwule Männer, aber auch lesbische Frauen, trans, inter und queere Menschen sowie viele weitere Besucher an den Wörthersee. Entstanden ist das Event 2008, noch unter dem damaligen Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider, unter dem Namen „Pink Wave“ im kleinen Rahmen. Heute gilt Pink Lake als größtes LGBTIQ-Event Österreichs.
Für viele Teilnehmer ist das Festival ein „Safe Space“, ein Ort ohne Vorurteile oder schiefe Blicke. Gleichzeitig profitiert auch der Tourismus: Ende August sorgt das Festival regelmäßig für volle Betten in der Nachsaison.
Dokumentation zeigt auch Geschichte von Diskriminierung
Der Film von Bernd Radler zeigt nicht nur die ausgelassene Stimmung der Festivalwoche, sondern widmet sich auch der historischen Aufarbeitung von Diskriminierung gegen homosexuelle Menschen in Österreich.
Denn Rechte, die heute selbstverständlich erscheinen, mussten über Jahrzehnte erkämpft werden. Bis 2002 wurden bestimmte gleichgeschlechtliche Handlungen in Österreich strafrechtlich verfolgt. Im Kärntner Landesarchiv finden sich laut Aussendung zahlreiche Urteile, in denen von einer „krankhaften Veranlagung“ die Rede war. Laut Historikern galten homosexuelle Opfer lange Zeit als „Opfer zweiter Klasse“.
Die Dokumentation geht außerdem der Frage nach, wie ein internationales Festival wie Pink Lake in eine kleine Gemeinde am Wörthersee passt und warum die LGBTIQ-Community auch touristisch eine wichtige Zielgruppe ist.
Gestalter Bernd Radler sagt: „Es freut mich sehr, dass wir diesem einzigartigen und bunten Festival am Wörthersee eine österreichweite Bühne im Fernsehen bieten können. Denn die Community ist in der Öffentlichkeit nicht selten unterrepräsentiert.“
Besonders freue ihn der Spagat zwischen historischer Aufarbeitung und ausgelassener Festivalstimmung. Auch der Titelsong „Queerinthia“ von Fabienne Velina sei ein besonderes Highlight.
ORF-Kärnten-Landesdirektorin Karin Bernhard betont: „Mit dieser Dokumentation aus dem ORF-Landesstudio Kärnten gelingt es, die besondere Atmosphäre des Pink Lake Festivals einzufangen und zugleich die historische Dimension aufzuzeigen.“
Die Dokumentation stammt aus dem ORF-Landesstudio Kärnten. Gestaltung: Bernd Radler, Kamera: Christian Finding und Sandro Kalt, Schnitt: Pia Hiebaum, Titelsong: Fabienne Velina.
Foto: ORF/Christian Finding