Pressemeldungen Juli 2026
Pflege im Fokus: ÖVP-Klubobmann Ernst Gödl besucht Hilfswerk in Klagenfurt
Bei einem Arbeitsgespräch in der Landesgeschäftsstelle des Hilfswerk Kärnten in Klagenfurt tauschte sich ÖVP-Klubobmann und Nationalratsabgeordneter Ernst Gödl mit Hilfswerk-Präsidentin Elisabeth Scheucher-Pichler, den Geschäftsführern Horst Krainz und Hannes Lora sowie Vertretern verschiedener Fachbereiche aus.
Im Mittelpunkt standen aktuelle Herausforderungen in der Pflege und Betreuung, der Elementarpädagogik sowie der Kinder- und Jugendhilfe. Ein Schwerpunkt lag auf der Prävention, die nach Ansicht des Hilfswerks von der Unterstützung werdender Eltern bis zur Betreuung älterer Menschen reichen soll.
„Wir müssen Prävention über den gesamten Lebensverlauf denken. Gute soziale Infrastruktur beginnt bei der Unterstützung werdender Eltern und setzt sich über qualitätsvolle elementarpädagogische Angebote, die Begleitung von Kindern und Jugendlichen bis hin zur Pflege und Betreuung älterer Menschen fort. Entscheidend ist, dass Hilfe frühzeitig, niederschwellig und nahe bei den Menschen ankommt. Damit stärken wir nicht nur Einzelne und ihre Familien, sondern auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unseren Gemeinden und Regionen“, betont Scheucher-Pichler.
Ein zentrales Thema war die geplante Anbindung der mobilen Pflege- und Betreuungsdienste an die Elektronische Gesundheitsakte ELGA. Das Hilfswerk Kärnten sieht darin die Möglichkeit, administrative Abläufe zu vereinfachen und die Zusammenarbeit zwischen mobilen Diensten, Ärzten, Krankenhäusern und Apotheken zu verbessern.
Für 2027 und 2028 sind auf Bundesebene Mittel zur Stärkung der mobilen Dienste sowie ein Innovationsfonds für die Digitalisierung der Langzeitpflege in Aussicht gestellt. Aus Sicht des Hilfswerks sei entscheidend, dass diese Mittel rechtzeitig bei den Trägern ankommen.
Gleichzeitig spricht sich das Hilfswerk Kärnten für eine Stärkung des Prinzips „ambulant vor stationär“ aus. Mobile Angebote sollen es älteren und pflegebedürftigen Menschen ermöglichen, möglichst lange selbstständig im eigenen Zuhause zu leben.
Auch die Elementarpädagogik und die Kinder- und Jugendhilfe waren Teil des Gesprächs. Thematisiert wurden unter anderem die unterschiedlichen Finanzierungs- und Elternbeitragsmodelle in Kärnten und der Steiermark. Das Hilfswerk Kärnten fordert langfristig planbare und sozial ausgewogene Rahmenbedingungen für Familien und Betreuungseinrichtungen.
In der Kinder- und Jugendhilfe setzt man auf eine enge Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Stellen, sozialen Trägern, Bildungseinrichtungen und Gemeinden.
Scheucher-Pichler zog nach dem Gespräch eine positive Bilanz: „Wir konnten wichtige Anliegen aus der Praxis mitgeben und haben eine sehr gute Diskussionsbasis vorgefunden. Nun geht es darum, gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln, die die soziale Infrastruktur stärken und einen konkreten Nutzen für die Menschen in Kärnten bringen.“
Foto: Hilfswerk Kärnten