Pressemeldungen Juli 2026
ÖAMTC warnt vor Spiegeltrick und falscher Pannenhilfe im Urlaub
Wer mit dem Auto in den Urlaub fährt, sollte nicht nur an Reisedokumente und Fahrzeugcheck denken. Gerade in der Ferienzeit nutzen Betrüger die Unachtsamkeit und Unsicherheit von Reisenden aus. Der ÖAMTC warnt deshalb vor bekannten Betrugsmaschen wie dem Spiegeltrick, falschen Pannenhelfern oder vorgetäuschten Pannen und erklärt, wie sich Urlauber schützen können.
"Gerade Touristinnen und Touristen sind durch Sprachbarrieren und Ortsunkenntnis besonders anfällig für Trickbetrug. Solche Fallen können jeden treffen und mitunter teuer werden", erklärt ÖAMTC-Reiseexpertin Dagmar Redel. Die meisten Reisenden kämen zwar nie mit Trickbetrügern in Berührung, dennoch sei es sinnvoll, die gängigsten Maschen zu kennen und im Ernstfall richtig zu reagieren.
Besonders häufig wird dem ÖAMTC der sogenannte Spiegeltrick gemeldet. Dabei werfen Täter einen Stein oder einen anderen Gegenstand gegen ein vorbeifahrendes Auto und behaupten anschließend, der Lenker habe den Außenspiegel ihres Fahrzeugs beschädigt. Danach verlangen sie eine sofortige Barzahlung.
Vor allem aus Italien, dem beliebtesten Urlaubsland der Österreicher, werden immer wieder solche Fälle gemeldet. Gibt es keine Hinweise auf einen tatsächlichen Schaden, sollte man laut ÖAMTC nicht anhalten. Wer dennoch stehen bleibt, sollte im Fahrzeug bleiben und darauf bestehen, die Polizei zu verständigen. Das schreckt die Täter meist ab.
Auch nach einer echten Fahrzeugpanne sollten Autofahrer aufmerksam sein. Immer wieder tauchen auf ausländischen Autobahnen scheinbar zufällig Abschleppdienste auf, noch bevor Hilfe organisiert werden konnte. Die vermeintlichen Helfer schleppen das Fahrzeug häufig in weit entfernte Werkstätten und verlangen anschließend überhöhte Abschlepp- und Reparaturkosten.
Der ÖAMTC empfiehlt deshalb, im Pannenfall zuerst die ÖAMTC Nothilfe unter +43 1 25 120 00 zu kontaktieren. So wird die Hilfe über verlässliche Partner organisiert und eine mögliche Kostenübernahme sichergestellt.
Eine weitere Betrugsmasche beginnt bereits während eines Zwischenstopps. Dabei manipulieren Täter unbemerkt die Reifen eines Fahrzeugs. Nach der Weiterfahrt kommt es zur Panne, woraufhin vermeintliche Helfer auftauchen. Während sie den Fahrer ablenken, stehlen Komplizen Wertgegenstände aus dem Fahrzeug.
Der ÖAMTC rät deshalb, nach jedem unbeaufsichtigten Halt das Fahrzeug kurz zu kontrollieren. Wer zum Anhalten gedrängt wird, sollte im Auto bleiben, die Türen verriegeln und bei Bedarf die Polizei verständigen.
Foto: KI-generiert