Pressemeldungen Juli 2026
Millionenpaket für neues Trauma-Orthopädiezentrum in Klagenfurt beschlossen
Die Kärntner Gesundheitsplattform hat zwei wichtige Maßnahmen für die Gesundheitsversorgung beschlossen. Im Mittelpunkt steht das geplante Trauma-Orthopädiezentrum Kärnten am Gelände des Klinikums Klagenfurt. Gleichzeitig wurde ein Maßnahmenpaket beschlossen, das kürzere Wartezeiten im niedergelassenen Bereich bringen soll.
Für das gemeinsame Trauma-Orthopädiezentrum von AUVA und KABEG stellt der Kärntner Gesundheitsfonds einen Investitionszuschuss von maximal 60 Millionen Euro bereit. Das Geld soll zwischen 2027 und 2032 in Jahresteilbeträgen fließen.
Nachdem bereits der Verwaltungsrat der AUVA und der Aufsichtsrat der KABEG der weiterentwickelten Projektvariante zugestimmt hatten, sind damit laut Land Kärnten alle notwendigen Beschlüsse auf Kärntner Seite gefasst.
Das Trauma-Orthopädiezentrum soll auf dem Standort der ehemaligen Chirurgie Ost am Klinikum Klagenfurt neu errichtet werden. Die AUVA übernimmt dort künftig die ambulante, tagesklinische und stationäre unfallchirurgische sowie orthopädische Versorgung.
Die KABEG ist für die intensivmedizinische Versorgung und die Behandlung von Polytraumen verantwortlich. Die AUVA greift dabei auf bestehende Infrastruktur der KABEG zurück, anstatt diese wie ursprünglich vorgesehen selbst zu errichten.
Im Neubau entstehen außerdem 32 Betten für die Alterstraumatologie, die von der KABEG betrieben werden. Diese sollen dadurch früher als ursprünglich geplant zur Verfügung stehen.
Gesundheitslandesrätin Beate Prettner erklärt: „Mit dem Beschluss über den Investitionszuschuss bringen wir eines der wichtigsten Gesundheitsprojekte Kärntens knapp vor die Ziellinie. Die enge Zusammenarbeit von AUVA und KABEG bündelt Kompetenzen, nutzt bestehende Strukturen bestmöglich und stärkt die Versorgung schwer verletzter Patientinnen und Patienten nachhaltig. Davon profitieren die Menschen in Kärnten ebenso wie unsere Mitarbeitenden im Gesundheitswesen. Dieses Projekt ist ein klares Bekenntnis zu einer modernen, leistungsfähigen und zukunftssicheren Gesundheitsversorgung.“
Die AUVA rechnet derzeit damit, die Bauleistungen spätestens Anfang 2027 zu vergeben. Die Inbetriebnahme des Trauma-Orthopädiezentrums ist für 2031 beziehungsweise 2032 vorgesehen.
Ein zweiter Beschluss betrifft die Wartezeiten bei niedergelassenen Ärzten. Für ein zunächst auf drei Jahre angelegtes Maßnahmenpaket von Österreichischer Gesundheitskasse und Ärztekammer für Kärnten stellt der Kärntner Gesundheitsfonds jährlich bis zu 3,5 Millionen Euro bereit.
Nach einer Vorlaufzeit von bis zu drei Monaten sollen zusätzliche Behandlungskapazitäten bei Kassenärzten geschaffen werden. Auch die Gesundheitsberatung 1450 soll stärker zur Patientenlenkung eingesetzt werden.
Geplant ist außerdem ein digitales Patientenportal, das Informationen zu Ordinationszeiten, Vertretungen und verfügbaren Terminen bereitstellen soll. Die Ärztekammer bereitet das Portal vor und will möglichst viele Vertragsärzte für das Projekt gewinnen. Die Teilnahme ist freiwillig und wird zusätzlich honoriert.
„Mit diesem Maßnahmenpaket stärken wir die wohnortnahe Versorgung und sorgen dafür, dass Patientinnen und Patienten schneller zur richtigen medizinischen Anlaufstelle gelangen. Zusätzliche Facharzttermine, eine bessere Koordination und der gezielte Einsatz der Gesundheitsberatung 1450 werden dazu beitragen, Wartezeiten zu verkürzen und gleichzeitig unsere Spitalsambulanzen nachhaltig zu entlasten“, so Prettner.
Foto: Mein Klagenfurt