Pressemeldungen Juli 2026
Landwirtschaftskammer fordert stärkere EU-Unterstützung für Bauern
Nach neun Jahren findet das Sommertreffen der Landwirtschaftskammerpräsidenten wieder in Kärnten statt. Im Mittelpunkt stehen die künftige Ausgestaltung der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) sowie aktuelle Herausforderungen für die Land- und Forstwirtschaft.
LKÖ-Präsident Josef Moosbrugger und LK Kärnten-Präsident Siegfried Huber betonten, dass Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit wieder stärker in den Mittelpunkt der europäischen und nationalen Politik rücken müssten.
Moosbrugger verwies auf die schwierige Situation vieler landwirtschaftlicher Betriebe. Steigende Produktionskosten bei gleichzeitig gleichbleibenden oder sinkenden Erzeugerpreisen würden die wirtschaftliche Lage zusätzlich verschärfen. Der LKÖ-Präsident fordert, die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Landwirtschaft zu stärken und politische Rahmenbedingungen an die aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen anzupassen. Zudem spricht er sich für eine ausreichend finanzierte Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union aus.
Moosbrugger betont außerdem, dass für importierte Lebensmittel dieselben Standards gelten müssten wie für heimische Produkte. Umwelt-, Tierwohl- und Arbeitsstandards dürften durch Handelsabkommen oder Importe aus Drittstaaten nicht unterlaufen werden.
Für LK Kärnten-Präsident Siegfried Huber stehen neben der Agrarpolitik auch die Folgen der Klimakrise im Fokus. Er verweist auf zunehmende Wetterextreme, Ernteausfälle, Schäden durch große Beutegreifer sowie steigende Produktionskosten. Huber begrüßt die Wiedereinführung der Agrardieselrückvergütung auf Bundesebene sowie die fünf Millionen Euro an Landesmitteln für die Hagelversicherungsprämie, bei der auch Dürreschäden mitversichert sind.
Huber fordert eine starke Gemeinsame Agrarpolitik mit inflationsangepassten Zahlungen ab 2028 sowie wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die Investitionen in land- und forstwirtschaftlichen Betrieben ermöglichen.
Abschließend verweist der Kärntner LK-Präsident auf die Kampagne „Auf uns ist Verlass“, mit der die Leistungen der heimischen Landwirtschaft stärker sichtbar gemacht werden sollen. Ziel sei es, ein verlässlicher Partner für Kärntens Bäuerinnen und Bauern zu bleiben.
Foto und Video: Mein Klagenfurt