Pressemeldungen Juli 2026
Kärntner Umweltbericht 2025: Weniger Treibhausgase und mehr Vorsorge
Die Kärntner Landesregierung hat den Kärntner Umweltbericht 2025 behandelt. Der Bericht gibt einen Überblick über den Zustand der Umwelt in Kärnten sowie über Maßnahmen und künftige Herausforderungen in den Bereichen Klima, Wasser, Boden, Naturschutz, Kreislaufwirtschaft und Naturgefahren.
„Der Umweltbericht ist kein Bericht für die Schublade. Er zeigt klar, wo Kärnten steht, wo Maßnahmen wirken und wo wir weiter konsequent dranbleiben müssen. Verantwortung für unsere Umwelt beginnt mit Hinschauen: mit verlässlichen Daten, klaren Zielen und konkreter Umsetzung. Genau diesen Weg will ich weitergehen“, sagt Umwelt-, Natur- und Klimaschutz-Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger.
Laut Umweltbericht hat Kärnten seine Treibhausgasemissionen seit 2005 um 32,5 Prozent reduziert. Gleichzeitig wird betont, dass Klimaschutz und Klimawandelanpassung langfristige Aufgaben bleiben. Maßnahmen sollen unter anderem in den Bereichen Gebäude, Mobilität, Wasser und Abfallwirtschaft wirken. In Kärnten arbeiten derzeit zehn KLAR!-Regionen mit 75 Gemeinden und rund 223.000 Einwohnern an Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel. Dazu zählen unter anderem Hitzeschutz, Starkregenvorsorge und klimafitte Infrastruktur.
Ein Schwerpunkt des Umweltberichts liegt auf dem Schutz der Kärntner Gewässer. Dazu zählen die Trinkwasserversorgung, der Grundwasserschutz, die Qualität der Seen und Fließgewässer sowie der Hochwasserwarnservice. Als Beispiel nennt der Bericht das Sanierungsprojekt „Ossiacher See – Bleistätter Moor“, bei dem Gewässerschutz, Hochwasserschutz und ökologische Verbesserungen miteinander verbunden werden. Im Hochwasserfall stellt das Land nach eigenen Angaben rund 100.000 Messwerte pro Tag online zur Verfügung. Diese Daten dienen als Grundlage für Vorsorgemaßnahmen und rasches Handeln.
Der Umweltbericht befasst sich außerdem mit Bodenschutz, Flächenwidmung und neuen Umweltfragen wie Mikroplastik in Böden. In der Abfallwirtschaft stehen Kreislaufwirtschaft, Reparaturangebote, ReUse-Sammlungen und Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung im Mittelpunkt. Im Bereich Naturschutz dokumentiert der Bericht unter anderem Maßnahmen zum Schutz von Lebensräumen und Artenvielfalt sowie Projekte in Natura-2000-Gebieten.
„Umweltschutz ist Lebensqualität. Er bedeutet sauberes Wasser, gesunde Böden, intakte Natur, weniger Belastung und mehr Sicherheit vor Naturgefahren. Der Umweltbericht zeigt, dass Kärnten auf vielen Ebenen aktiv ist und dass die Verantwortung für unsere Umwelt jeden Tag neu wahrgenommen werden muss“, sagt Lagger-Pöllinger.
Foto: Mein Klagenfurt