Pressemeldungen Juli 2026
Kärntner Landtag: „Strategie gegen die Sommerhitze“
Der SPÖ-Landtagsklub Kärnten will das Land besser auf zunehmende Hitzeperioden vorbereiten. In der kommenden Sitzung des Kärntner Landtags werden dazu Anträge für eine Kärntner Hitzeschutz-Strategie sowie für strengere gesetzliche Regelungen zum Schutz von Beschäftigten auf Baustellen eingebracht.
SPÖ-Klubobmann Luca Burgstaller verweist auf die Folgen des Klimawandels. Steigende Temperaturen würden Kärnten zunehmend vor Herausforderungen stellen. Ziel sei es daher, das Land widerstandsfähiger gegen Hochtemperaturphasen zu machen.
Nach den Vorstellungen der SPÖ soll die Hitzeschutz-Strategie weit über den klassischen Gesundheitsschutz hinausgehen. Berücksichtigt werden sollen unter anderem Raumordnung, Bauordnung, Wasserversorgung, kritische Infrastruktur sowie Maßnahmen zur Kühlung und Beschattung von Alten- und Pflegeheimen, Schulen und öffentlichen Gebäuden.
Auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Klimaanlagen sollen nach Ansicht der SPÖ überprüft werden. Viele bestehende Regelungen stammten aus einer Zeit, in der Klimageräte als Luxus galten.
„Angesichts stetig weiter zunehmender Temperaturen stellt sich aber die Frage, ob es hier nicht ein grundlegendes Umdenken braucht und Klimageräte nicht primär unter Gesundheitsaspekten betrachtet und bewertet werden müssen. Drastisch gesagt: Klimaanlagen können zukünftig eine Frage des Überlebens werden, denn mehr Hitze bedeutet mehr Hitzetote“, so Burgstaller.
SPÖ-Landtagsabgeordneter Maximilian Rakuscha sieht außerdem Handlungsbedarf beim Hitzeschutz auf Baustellen. Die derzeitigen Bundesregelungen seien aus seiner Sicht nicht ausreichend.
Laut Rakuscha hätten im Jahr 2025 nur rund ein Viertel der Bauarbeiter tatsächlich Hitzefrei erhalten. Deshalb fordert die SPÖ klare gesetzliche Vorgaben, die sowohl die Gesundheit der Beschäftigten schützen als auch Rechtssicherheit für die Betriebe schaffen.
Ein entsprechender Antrag an die Bundesregierung soll ebenfalls in der kommenden Landtagssitzung eingebracht werden.
Foto: Mein Klagenfurt