Pressemeldungen Juli 2026
SPÖ Kärnten fordert Gemeinnützigkeit für neue Pflegeheime
Für die SPÖ Kärnten hat die bestmögliche Betreuung pflegebedürftiger Menschen Vorrang vor der Gewinnmaximierung. Klubobmann Luca Burgstaller spricht sich deshalb dafür aus, bei der Errichtung künftiger Pflegeheime den Grundsatz der Gemeinnützigkeit zu verankern.
Nach den Vorstellungen der SPÖ sollen erwirtschaftete Überschüsse künftig in die Verbesserung der Pflegequalität, in das Wohl der Bewohner sowie in das Pflegepersonal und die Infrastruktur fließen.
„Das Allerwesentlichste ist, dass die Qualität für die Menschen, die sich in stationäre Pflege begeben, die bestmögliche ist und dass die öffentlichen Mittel, die wir hier einsetzen, auch bestmöglich eingesetzt werden. Wenn wir in diesem Sinne für die Errichtung zukünftiger Pflegeheime eine Gemeinnützigkeit verankern wollen, heißt das konkret: Die Gewinne der Heimbetreiber sollen für laufende Investitionen in die Pflegequalität, in das Wohlergehen der Heimbewohnerinnen und Bewohner und für das Personal fließen“, erklärt Burgstaller.
Burgstaller weist die Aussage von ÖVP-Klubobmann Markus Malle zurück, wonach eine Absage an Gewinnmaximierung die Gesundheitsversorgung in Kärnten gefährde. Nach Ansicht der SPÖ werde privaten Pflegeheimbetreibern nicht verboten, Erträge zu erwirtschaften. Der Unterschied bei gemeinnützigen Betreibern liege darin, dass die erwirtschafteten Gewinne wieder in die Gesundheits- und Pflegeversorgung investiert werden.
„Wir stehen jedenfalls auf der Seite der pflegebedürftigen Kärntnerinnen und Kärntner. Deshalb werden wir auch weiterhin an unseren Koalitionspartner appellieren, die beste Versorgung unserer älteren, pflegebedürftigen Bevölkerung und beste Arbeitsbedingungen für das Pflegepersonal über die Sorge zu stellen, ob Pflegeheimbetreibern wohl genug Gewinne verbleiben“, so Burgstaller.
Foto: Mein Klagenfurt