Pressemeldungen Juli 2026
Caritas Kärnten fordert bessere Hilfe gegen drohenden Wohnungsverlust
Leistbares Wohnen entwickelt sich zunehmend zu einer der größten sozialen Herausforderungen. Nach Angaben der Caritas Kärnten geraten immer mehr Menschen durch steigende Mieten, hohe Energiekosten und niedrige Einkommen unter finanziellen Druck. Besonders betroffen seien Alleinerziehende, Familien, ältere Menschen sowie Personen mit geringem Einkommen.
Laut Statistik Austria müssen bereits acht Prozent der Haushalte mehr als 40 Prozent ihres Einkommens für das Wohnen aufbringen.
Aus Sicht der Caritas müsse Hilfe deutlich früher einsetzen. Christian Eile, Bereichsleiter für Menschen in Not und Armutsexperte der Caritas Kärnten, fordert den Aufbau einer flächendeckenden Wohnungssicherungs- und Delogierungspräventionsstelle in Kärnten. Ziel sei es, Menschen bereits bei drohenden Mietrückständen zu unterstützen und Wohnungsverlust möglichst zu verhindern.
Nach Angaben der Caritas zählt Kärnten weiterhin zu jenen Bundesländern, in denen es kein flächendeckendes Angebot zur Verhinderung von Wohnungslosigkeit gibt.
Die Caritas verweist darauf, dass Wohnungslosigkeit nicht nur großes persönliches Leid verursacht, sondern auch hohe Folgekosten für die Gesellschaft nach sich zieht. Investitionen in Prävention seien daher langfristig wirksamer und kostengünstiger als Maßnahmen, die erst nach einem Wohnungsverlust greifen.
Foto: Caritas Kärnten