Pressemeldungen Juli 2026
Affenberg Landskron: Forschung und Tourismus gehen Hand in Hand
Der Affenberg Landskron hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem international anerkannten Standort für die Verhaltensforschung entwickelt. Bei einem Besuch informierte sich Wissenschaftslandesrat Peter Reichmann über die enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Bildung und Tourismus.
„Der Affenberg zeigt eindrucksvoll, wie Wissenschaft, Praxis und Tourismus voneinander profitieren können. Das Land Kärnten unterstützt diese Erfolgsgeschichte bewusst, weil hier exzellente Forschung betrieben und gleichzeitig jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern hervorragende Rahmenbedingungen geboten werden“, betonte Reichmann.
Der Affenberg Landskron besteht seit 1996 und orientiert sich am Vorbild der Berberaffen-Parks wie dem Affenberg Salem. Bereits seit 1998 arbeitet der Affenberg mit der Universität Wien zusammen und hat sich seither als bedeutender Forschungsstandort etabliert.
Derzeit leben 189 Japanmakaken auf einem 4,5 Hektar großen Freigelände. Seit 2014 besteht eine Kooperation zwischen der Fakultät für Lebenswissenschaften der Universität Wien und der Affenberg Zoobetriebsgesellschaft mbH, um die Verhaltensforschung kontinuierlich auszubauen. Die aktuelle Kooperationsvereinbarung zwischen dem Land Kärnten und der Universität Wien läuft von 2023 bis 2028. Das Land Kärnten unterstützt die Zusammenarbeit mit einer jährlichen Förderung von bis zu 10.000 Euro.
Zusätzlich investiert das Land Kärnten gezielt in die Ausbildung junger Wissenschaftler. Für das Wintersemester 2025/26 wurden Forschungsstipendien in Höhe von 4.000 Euro genehmigt. Im Mittelpunkt steht unter anderem das Forschungsprojekt „Male social strategies?“, das sich mit den sozialen Strategien männlicher Japanmakaken beschäftigt.
Derzeit läuft am Affenberg Landskron ein Forschungsprojekt der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) mit einem Gesamtvolumen von rund 400.000 Euro. Das Projekt ist aus den Forschungsaktivitäten am Affenberg hervorgegangen.
Ziel ist unter anderem die Entwicklung einer App zur automatisierten Gesichtserkennung der Tiere. Gleichzeitig wird das Freigehege erweitert, um den Anforderungen der wachsenden Population gerecht zu werden. Im Rahmen des Projekts wurde außerdem eine Doktorandenstelle geschaffen. Auch moderne Technologien wie Drohnen kommen zum Einsatz, um neue Erkenntnisse in der Verhaltensforschung zu gewinnen.
„Mit der Unterstützung dieser Forschungsprojekte stärken wir Kärnten als Wissenschaftsstandort. Der Affenberg ist ein Vorzeigeprojekt dafür, wie aus einer langjährigen Kooperation nachhaltige wissenschaftliche Exzellenz entstehen kann“, so Reichmann.
Weitere Infos: www.affenberg.com
Foto: Büro Reichmann