Pressemeldungen Juli 2026
Ablenkung bleibt größte Unfallgefahr auf Österreichs Autobahnen
Ablenkung und Unachtsamkeit bleiben die häufigste Ursache für Verkehrsunfälle auf Österreichs Autobahnen. Das zeigen aktuelle Zahlen der ASFINAG: Von 2.173 Unfällen mit Verletzten im vergangenen Jahr gingen 669 auf Ablenkung zurück. Das entspricht nahezu jedem dritten Unfall und ist ein weiterer Anstieg gegenüber dem Vorjahr mit 658 Fällen.
Besonders häufig handelt es sich dabei um Auffahrunfälle. Insgesamt 337 Unfälle wurden als „Auffahren auf ein stehendes oder fahrendes Fahrzeug“ registriert. Laut ASFINAG ein deutlicher Hinweis darauf, dass viele Lenker während der Fahrt durch Handy, Navigationsgerät oder andere Tätigkeiten abgelenkt sind.
Noch deutlicher zeigt sich das Problem in Autobahnbaustellen. Dort waren 89 von 218 Unfällen, also rund 40 Prozent, auf Ablenkung oder Unachtsamkeit zurückzuführen. Die ASFINAG weist darauf hin, dass gerade in Baustellen besondere Vorsicht notwendig ist, um die dort arbeitenden Menschen nicht zu gefährden. Erst vor wenigen Wochen kam in Kärnten ein ASFINAG-Mitarbeiter bei einem Unfall ums Leben.
„Ablenkung ist die häufigste Ursache tödlicher Unfälle“, sagt Verkehrsminister Peter Hanke. Er appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, während der Fahrt auf Handy und Navigationsgerät zu verzichten und sich auf das Verkehrsgeschehen zu konzentrieren.
Auch die bisherigen Zahlen für 2026 geben Anlass zur Sorge. Von bisher 17 tödlichen Unfällen auf Österreichs Autobahnen wurden acht auf Ablenkung zurückgeführt. Das entspricht nahezu 50 Prozent.
Um die Sicherheit auf Autobahnen weiter zu erhöhen, testet die ASFINAG gemeinsam mit dem ÖAMTC ein KI-basiertes Kollisionswarnsystem. Eine Kamera erkennt herannahende Fahrzeuge bereits aus rund 300 Metern Entfernung. Die künstliche Intelligenz analysiert deren Fahrweg und warnt die Beschäftigten bei einer drohenden Kollision rechtzeitig.
Begleitet wird das Projekt von der Sicherheitskampagne „Danke, dass du auf meine Mama/meinen Papa aufpasst“, mit der auf die Gefahren am Arbeitsplatz Straße aufmerksam gemacht wird.
Foto: Symbolbild