Pressemeldungen Juli 2026
50 Jahre Gurtpflicht: Männer schnallen sich seltener an als Frauen
Am 15. Juli 1976 wurde die Gurtpflicht in Österreich eingeführt. Auch 50 Jahre später zählt der Sicherheitsgurt zu den wichtigsten Schutzmaßnahmen im Auto. Im Jahr 2025 kamen laut Statistik Austria 166 Pkw-Insassen ums Leben. 46 von ihnen waren nicht angeschnallt.
In den vergangenen zehn Jahren starben insgesamt 1.730 Menschen als Insassen eines Pkw. 508 Todesopfer, und damit 29,4 Prozent, waren nicht angegurtet.
Bei einer Erhebung des ÖAMTC im Frühjahr 2025 wurden 20.160 Pkw-Insassen in den österreichischen Landeshauptstädten erfasst. Insgesamt waren 93,5 Prozent angeschnallt.
Bei Frauen lag die Anschnallquote bei 96 Prozent, bei Männern bei 91,8 Prozent. Besonders hoch war der Anteil der nicht angeschnallten Todesopfer in den vergangenen zehn Jahren bei Männern im Alter von 25 bis 34 Jahren sowie von 55 bis 64 Jahren.
Von den angeschnallten Pkw-Insassen erlitten im Vorjahr zehn Prozent schwere oder tödliche Verletzungen. Bei nicht angeschnallten Insassen lag dieser Anteil bei 32 Prozent und war damit mehr als dreimal so hoch.
Auch Airbags und moderne Assistenzsysteme können den Sicherheitsgurt nicht ersetzen. Ihre volle Schutzwirkung erreichen sie erst gemeinsam mit einem korrekt angelegten Gurt. Wer nicht angeschnallt ist, muss außerdem mit einer Mindeststrafe von 50 Euro rechnen.
Foto: Symbolbild