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„Tag der Einsatzkräfte“ in Villach

„Tag der Einsatzkräfte“ in Villach.  Foto: LPD/fritzpress

Presseaussendung von: LH Kaiser

LH Kaiser und Regierungskollegium dankten für wertvollen Dienst an Gesellschaft: „Kärnten ist stolz auf Euch“Klagenfurt (LPD).

Ob im Feuer oder im Wasser, hoch am Berg oder tief unter der Erde, auf Straßen oder Schienen – egal welche Unfälle oder Katastrophen zu bewältigen sind – diese Menschen sind immer bereit und stehen jeden Tag im selbstlosen Einsatz für die Allgemeinheit. Und das meistens ohne große Öffentlichkeit. Aber genau die sollte ihnen der „Tag der Einsatzkräfte“ heute, Samstag, im Congress Center Villach bringen. Und dazu Dank, Anerkennung sowie Wertschätzung, ausgesprochen von Katastrophenschutz- und Feuerwehrreferent Landeshauptmann Peter Kaiser, der gemeinsam mit dem gesamten Regierungskollegium die Einsatzorganisationen eingeladen hat.

„Heute ist ein sehr besonderer Tag und die Möglichkeit, dafür zu danken, was Sie tagtäglich tun und der Hoffnung Ausdruck zu geben, dass Sie sich in der gleichen Intensität weiter einsetzen werden“, sagte der Landeshauptmann. Vieles von dem, was geleistet werde, sei heute leider allzu oft selbstverständlich und werde als normal empfunden. Einsatzkräfte seien für alle Situationen da - immer und zu jeder Zeit bereit. „Die Fluchtbewegung hat gezeigt, dass die im Selbstbild heile Welt schnell nicht mehr so heil sein kann“, so Kaiser. Der Landeshauptmann zeigte sich über den Einsatz und die Zusammenarbeit bei der Bewältigung dieser schwierigen Aufgabe sehr erfreut. Die Arbeit aller sei großartig und auch die Unterstützung durch andere Organisationen wie beispielsweise Caritas, Hilfswerk oder Diakonie sei hervorzuheben. In der gesamten Causa habe das aufeinander abgestimmte gemeinsame Organisieren sehr gut funktioniert. „All das bereichert die Qualität des Lebens in Kärnten immens und es ist nicht selbstverständlich, aber durch ihren Einsatz ist es ein wesentlicher Bestandteil der Lebensqualität in Kärnten – dafür ein herzliches Dankeschön.“Jede und jeder Einzelne meistere schwierige Situationen und Herausforderungen jeden Tag aufs Neue – sehr oft gelinge das durch organisationsübergreifende Zusammenarbeit. Ob es bei Katastrophen wie Überflutungen oder Waldbränden sei, bei Unfällen oder gesellschaftlichen Entwicklungen wie der aktuell anhaltenden Flüchtlingsbewegung. Der Grund für das Gelingen liege nicht zuletzt darin, dass die Organisationen hervorragend miteinander vernetzt und aufeinander abgestimmt seien. Nicht nur innerhalb Kärntens, sondern auch mit den Organisationen im benachbarten Ausland. Da mache es sich bezahlt, dass regelmäßig gemeinsam, grenzüberschreitend geübt, voneinander gelernt und gemeinsam Dienst versehen werde. Lobend erwähnt hat der Landeshauptmann auch den Landesdienst insbesondere den Straßendienst unter der Leitung von Volker Bidmon.

„Es ist mir ein Anliegen, diesen Tag der Einsatzkräfte zu nutzen, um laut und deutlich Danke zu sagen. Danke auch im Namen Kärntens, Eure Leistungen sind etwas Besonderes und dürfen niemals zur Selbstverständlichkeit werden. Kärnten ist stolz auf Euch“, so der Landeshauptmann.Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner betonte die Besonderheit von Menschen, die sich freiwillig einbringen und mehr tun, als sie tun müssten. „Das vermittelt Sicherheit und Geborgenheit und für mich ein Gefühl der Heimat – herzlichen Dank dafür.

“Landesrat Rolf Holub dankte allen Einsatzkräften: „Ihr seid das Beste, was wir haben in Kärnten.“ Gerade bei der aktuellen Flüchtlingsbewegung zeige sich ganz deutlich, was Zivilschutz wert sei, betonte Landesrat Christian Ragger. Peter Weidinger sagte in Vertretung von LR Christian Benger, unsere Kultur lebe davon, dass es Ehrenamtlichkeit gibt.

Landesrat Gerhard Köfer wurde von Landtagsabgeordneten Martin Rutter vertreten.

In seiner Uniform der Freiwilligen Feuerwehr moderierte ORF-Mann Arnulf Prasch den „Tag der Einsatzkräfte“. Er holte Vertreter von insgesamt 13 Organisationen zu Kurzinterviews auf die Bühne.

Kärntens Rot Kreuz-Präsident Peter Ambrozy bezeichnete die Freiwilligkeit als eine der wesentlichsten Grundsätze der Gesellschaft und dankte allen für die Bereitschaft, ihre Zeit zu opfern. Heinz Kernjak von der Kärntner Wasserrettung betonte, dass man sich schon längst zu einer Ganz-Jahres-Organisation entwickelt habe.

„Es geht um Menschen mit Menschen für Menschen“, sagte Tobias Trattler von den Johannitern Kärnten. Als Vertreter vom Samariterbund Kärnten dankte der Leiter des Rettungsdienstes Christoph Messner für die großartige Arbeit.

Michael Grafenauer von der Grubenrettung Kärnten berichtete von der bergmännischen Ausbildung der Mitglieder. Landesleiter Otmar Striednig von der Österreichischen Bergrettung lobte das hohe fachliche Können seiner Leute und freute sich darüber, keinerlei Nachwuchssorgen zu haben. Andreas Langer von der Österreichischen Höhlenrettung berichtete, dass Einsätze in diesem Bereich immer sehr zeit- und personalintensiv seien. Rudolf Ebner von der Österreichischen Rettungshundebrigade und Franz Blatnik von der Hundestaffel Samariterbund verwiesen auf die immer größer werdende Wichtigkeit ihrer Organisationen.

„Das Bundesheer ist fixer Bestandteil des österreichischen Krisenmanagements und nach den Entwicklungen der letzten Monate ist nun auch jeder von seiner Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit dauerhaft überzeugt“, so Militärkommandant Brigadier Walter Gitschthaler. Bezugnehmend auf die aktuellen großen Herausforderungen durch die Flüchtlingsbewegung sei Kärnten beispielgebend für ganz Österreich, sagte Landespolizeidirektorin Michaela Kohlweiß. „Die Zusammenarbeit funktioniert sehr gut, denn Sicherheit kann nur gemeinsam garantiert werden.“ Landesfeuerwehrkommandant-Stellvertreter Rudolf Robin betonte, dass man Freiwilligkeit nicht verordnen oder befehlen könne, „sie ist Sache des Herzens“.

Der zweite Landtagspräsident Rudolf Schober verwies in seiner Funktion als Präsident des Kärntner Zivilschutzverbandes, auf wichtige vergangene Ereignisse: Die Einsätze bei dem verheerenden Erdbeben in Friaul vor 40 Jahren und bei der Atomkatastrophe in Tschernobyl vor 30 Jahren. Als besonders positiv und vorbildhaft bezeichnete er die Einführung der Kindersicherheitsolympiade vor 20 Jahren in Kärnten, mittlerweile eine sehr wichtige Veranstaltung in ganz Österreich. Landeskatastrophenschutzbeauftragter Markus Hudobnik berichtete, dass es jedes Jahr eine Großübung gebe, um auf den Ernstfall perfekt vorbereitet zu sein. Er lobte die gute Zusammenarbeit von Einsatzkräften, Behörden, Experten, Firmen und der Bevölkerung.

Dank für Kärnten und seine Einsatzkräfte kam auch von Kärntens Nachbarn. (Zivilschutzverantwortlicher) Landesrat Paolo Panontin aus Friaul-Julisch Venetien verwies auf die Kooperationen mit Kärnten und dem Veneto im Rahmen der Euregio Senza Confini und überbrachte die Grüße von Regionspräsidentin Debora Serracchiani. Auch der stv. Generaldirektor für Zivilschutz und Rettungswesen Branko Dervodel aus Slowenien lobte die ausgezeichnete grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bereich des Katastrophenschutzes, aber auch bei Ernstfällen.

Am "Tag der Einsatzkräfte" teilgenommen haben auch Vertreter der Hilfsorganisationen im Flüchtlingsbereich wie Caritas, Hilfswerk, Diakonie, Muslimische Jugend, Pfadfinder und der Vereins together . Weiters die Straßenbauabteilung des Landes Kärnten mit den Straßenmeistern und Straßenbauamtsleitern sowie die Straßenmeister der ASFINAG.

Anwesend waren beim „Tag der Einsatzkräfte“ auch Landtagspräsident Reinhart Rohr, Landesamtsdirektor Dieter Platzer und Stadtrat Andreas Sucher in Vertretung für Villachs Bürgermeister Günther Albel. Weiters viele Bezirkshauptleute sowie zahlreiche Bürgermeister. Der Landeshauptmann und die weiteren politischen Vertreter überreichten den Einsatzkräften gemeinsam eigens kreierte Kärnten-Ehrenpins als sichtbares Zeichen des Dankes und der Anerkennung. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von der EMV Stadtkapelle Villach. Gezeigt wurde auch ein Film mit starken und emotionalen Statements von Menschen der verschiedenen Einsatzkräfte in Kärnten, produziert von Protokollchefin Christiane Ogris.

Foto: LPD/fritzpress

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