Pressemeldungen August 2026
Was tun mit Leerstand in Klagenfurt? Forschungsprojekt zeigt Möglichkeiten

Wie viele Menschen könnten in Klagenfurt leben und arbeiten, wenn bestehende Gebäude und Flächen besser genutzt würden? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Forschungsprojekt „NutOpIA – Nutzungsoptimierung Innen & Außen“.
Die Ergebnisse werden derzeit in einer interaktiven Ausstellung im ehemaligen Porzellanhaus Sakotnik am Alten Platz 5 in Klagenfurt präsentiert. Zum Auftakt fand am Freitagvormittag ein Stakeholder-Workshop statt.
Für das Forschungsprojekt wurden drei Gebiete genauer untersucht: die Innere Stadt, Waidmannsdorf und St. Ruprecht. Der dort vorhandene Leerstand wurde zunächst datenbasiert ermittelt und anschließend vor Ort auf Plausibilität überprüft. Zusätzlich wurden Interviews und Workshops mit Eigentümern und weiteren Stakeholdern durchgeführt, um Ursachen für Leerstände zu ermitteln. Auf dieser Grundlage werden Maßnahmen und Instrumente vorgeschlagen, mit denen ungenutzte Gebäude und Flächen wieder genutzt werden könnten.
Klima- und Umweltschutzreferent Vizebürgermeister Patrick Jonke erklärt: „Leerstand ist verschenktes Potenzial – für leistbaren Wohnraum ebenso wie für den Klimaschutz. Mit NutOpIA gibt es nun eine fundierte Datengrundlage, um bestehende Gebäude und Flächen in Klagenfurt besser zu nutzen, statt neue Flächen zu verbrauchen. Die Ausstellung zeigt, welche konkreten Chancen darin für unsere Stadt liegen.“
Die Berechnungen des Forschungsprojekts sollen zeigen, welches Potenzial in der Wiedernutzung von Leerständen steckt. Genannt werden unter anderem zusätzlicher Wohnraum, mehr Flächen für wirtschaftliche Tätigkeiten sowie mögliche Einsparungen bei CO2-Emissionen und Erschließungskosten.
Stadtplanungs- und Stadtentwicklungsreferent Vizebürgermeister Ronald Rabitsch sagt: „Klagenfurt wächst von innen nach außen. Das Projekt ‚NutOpIA‘ liefert uns wertvolle, datenbasierte Einblicke in ungenutzte Potenziale unserer Stadt. Leerstand und Brachen in der inneren Stadt, Waidmannsdorf und St. Ruprecht gezielt zu aktivieren, ist der Schlüssel für eine nachhaltige Stadtentwicklung. Damit schaffen wir nicht nur dringend benötigten Wohn- und Wirtschaftsraum, sondern sparen gleichzeitig wertvolle Böden, CO2-Emissionen und Erschließungskosten ein. Die Ausstellung lädt alle Bürgerinnen und Bürger dazu ein, diesen spannenden Weg aktiv mitzugestalten.“
Die interaktive Ausstellung soll die Forschungsergebnisse einem breiten Publikum zugänglich machen und zugleich einen Austausch zwischen Forschung, Verwaltung und Öffentlichkeit ermöglichen. Geöffnet ist sie von Montag, 31. August, bis Mittwoch, 2. September 2026, jeweils von 16 bis 20 Uhr.
„NutOpIA“ Klagenfurt ist ein Forschungsprojekt der Stadt Klagenfurt in Kooperation mit der Carinthia University of Applied Sciences (CUAS).
Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur. Die Abwicklung erfolgt durch die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) im Rahmen der Ausschreibung „Technologien und Innovationen für die klimaneutrale Stadt“ (TIKS 2024).
Foto: StadtKommunikation/Hronek