Pressemeldungen August 2026
Langzeitarbeitslosigkeit in Kärnten steigt weiter an
Die Zahl der Langzeitarbeitslosen in Kärnten ist laut der aktuellen Statistik des Arbeitsmarktservice (AMS) um 4 Prozent auf 2.589 Personen gestiegen. Darauf macht die Arbeiterkammer Kärnten (AK) aufmerksam und sieht angesichts des raschen technologischen Wandels verstärkten Handlungsbedarf.
AK-Präsident Günther Goach verweist darauf, dass der Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt nach längerer Arbeitslosigkeit immer schwieriger werde. „Wer über einen längeren Zeitraum weg vom Arbeitsmarkt ist, kommt aufgrund des schnell fortschreitenden Wandels nicht ohne entsprechende Qualifizierungsmaßnahmen zurück.“
Kärnten verzeichnete laut AMS im Juli mit 17.674 Arbeitslosen inklusive Schulungsteilnehmern zwar den geringsten Anstieg der Arbeitslosigkeit im Bundesländervergleich. Gleichzeitig stieg jedoch auch die Zahl der Arbeitslosen über 50 Jahre um 3,1 Prozent auf 5.568 Personen.
Als einen wesentlichen Faktor nennt Goach den raschen technologischen Wandel. Künstliche Intelligenz spiele heute in nahezu allen Branchen eine Rolle und verändere die Arbeitswelt nachhaltig. „Natürlich lassen sich die Gründe für den Jobverlust nicht ausschließlich auf den vermehrten Einsatz Künstlicher Intelligenz zurückführen, aber die immer schneller fortschreitende Technologie spielt ohne Zweifel eine große Rolle. Sie hat bereits viele Bereiche der Arbeitswelt von Grund auf verändert. Vom Büro bis zur Pflege gibt es kaum eine Branche, in der KI kein Thema ist.“
Deshalb brauche es aus Sicht der Arbeiterkammer eine umfassende Qualifizierungsoffensive. „Unsere Antwort: Nur mit Weiterbildung und Qualifizierung. Damit so viele Menschen wie möglich mithalten und wieder aktiv am Arbeitsleben teilnehmen können, ist eine umfassende Qualifizierungsoffensive unumgänglich genauso wie die Finanzierung von weiteren Förderprogrammen zur Wiedereingliederung.“
Die Arbeiterkammer Kärnten bietet ihren Mitgliedern über die AK-Akademie kostenlose Weiterbildungsangebote an. Das Programm umfasst jährlich rund 800 Kurse – von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz bis hin zu Angeboten für den Gesundheits-, Pflege- und Sozialbereich.
Foto: AK/Helge Bauer