Die Hitzeschutz-Förderung des Landes Kärnten wird von den Gemeinden stark nachgefragt. Bereits für mehr als 160 Maßnahmen in Schulen, Kindergärten und Kindertagesstätten wurden Förderansuchen eingereicht. Sie stammen aus insgesamt 51 Kärntner Gemeinden.
Das Land Kärnten stellt für das Förderpaket rund vier Millionen Euro zur Verfügung. Bis zu 80 Prozent der Kosten für geeignete Hitzeschutz-Maßnahmen werden übernommen.
Landeshauptmann Daniel Fellner sieht in der großen Nachfrage eine Bestätigung für die Förderung: „Die Nachfrage zeigt, dass wir mit dieser Förderung die richtigen Hebel zur richtigen Zeit ansetzen. Es geht darum, unsere Bildungseinrichtungen resilient für die Zukunft abzusichern. Die Hitze dieses Sommers hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, unsere Einrichtungen vorausschauend auf die klimatischen Veränderungen vorzubereiten.“
Unterstützt werden unterschiedliche Maßnahmen im Innen- und Außenbereich. Dazu gehören Beschattungen, Sonnensegel, Begrünungen, Trinkbrunnen und Entsiegelungen. In den Gebäuden werden unter anderem Rollos, Jalousien, Hitzeschutzfolien, Deckenventilatoren, Cooling Rooms und klimatisierte Ruhebereiche gefördert.
Gemeindereferentin Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger erklärt: „Wir wollen den Gemeinden die Möglichkeit geben, rasch jene Maßnahmen umzusetzen, die für den jeweiligen Standort sinnvoll und wirksam sind.“ Die bisherige Nachfrage sei hoch: „Die mehr als 160 eingereichten Maßnahmen von 51 Gemeinden zeigen, dass diese Möglichkeit sehr gut angenommen wird. Gleichzeitig geht es nicht nur um kurzfristige Entlastung: Bei zukünftigen Bauprojekten müssen wir die Veränderungen des Klimas von Anfang an mitdenken.“
Neben längeren und intensiveren Hitzewellen stellen auch Starkregen, schwere Unwetter und andere Wetterextreme neue Anforderungen an Gebäude und Infrastruktur.
Bildungsreferent Landesrat Peter Reichmann sieht in den vielen Anträgen ebenfalls ein wichtiges Signal: „Es freut mich zu sehen, dass die Förderung so schnell angenommen wird. Das zeigt, dass die Gemeinden gemeinsam mit dem Land Verantwortung übernehmen. Bildungspolitik muss auf neue Realitäten reagieren und genau das tun wir mit diesem Paket.“
Langfristig sollen laut Reichmann klimafitte Standards bei Neubauten und größeren Sanierungen selbstverständlich werden. Beschattung, Grünflächen, passive Kühlung und energieeffiziente Gebäudetechnik sollen dabei eine wichtige Rolle spielen.
Marika Lagger-Pöllinger und Peter Reichmann betonen gemeinsam: „Und wir beginnen nicht bei null. In den vergangenen Jahren wurde bereits viel in die Sanierung unserer Bildungseinrichtungen investiert, und diese Investitionen zeigen Wirkung. Jetzt schaffen wir mit der neuen Förderung zusätzliche Möglichkeiten, um unsere Einrichtungen noch besser für die kommenden Herausforderungen zu rüsten.“
Die Hitzeschutz-Förderung läuft noch bis 31. Dezember 2027. Gemeinden können weiterhin Anträge für geeignete Maßnahmen stellen. Bei der Umsetzung arbeiten die Abteilungen 3 und 8 des Landes Kärnten eng zusammen. Für fachliche Beratung steht die Klimakoordination der Abteilung 8 zur Verfügung. Zusätzlich wird das Wissen der KLAR-Manager eingebunden.
Landeshauptmann Daniel Fellner unterstreicht die langfristige Bedeutung der Maßnahmen: „Wetterextreme wie beispielsweise länger und extremere Hitzeperioden werden uns auch bei unseren Bildungseinrichtungen noch stärker beschäftigen. Deshalb handeln wir jetzt: rasch, gezielt und mit Blick auf die nächsten Jahrzehnte. Die ersten 160 Maßnahmen zeigen, dass wir mit unserer Förderung den richtigen Weg eingeschlagen haben.“
Insgesamt stellt das Land Kärnten rund vier Millionen Euro für Hitzeschutzmaßnahmen in elementaren Bildungseinrichtungen und Volksschulen bereit. Gefördert werden bis zu 80 Prozent der Kosten. Gemeinden können die Förderung noch bis Ende 2027 beantragen.
Foto: LPD Kärnten/Wajand