Eine 73-jährige Frau aus Klagenfurt ist Opfer eines Telefonbetrugs geworden. Ein bisher unbekannter Täter kontaktierte die Frau am 11. August und gab sich als Bankmitarbeiter aus.
Der Mann behauptete, auf dem Konto der 73-Jährigen seien verdächtige Abbuchungen festgestellt worden. Er könne diese rückgängig machen. Dafür müsse die Frau lediglich entsprechende Vorgänge in ihrer Banking-App bestätigen.
Die Klagenfurterin glaubte dem vermeintlichen Bankmitarbeiter und bestätigte die Vorgänge. Tatsächlich gab sie dadurch mehrere Abbuchungen von ihrem Konto frei. Der Frau entstand ein Schaden von einigen Tausend Euro. Sie erstattete Anzeige.
Polizei warnt vor Betrugsanrufen
Im Zusammenhang mit derzeit wieder vermehrt auftretenden Betrugsanrufen erinnert die Polizei an wichtige Vorsichtsmaßnahmen. Die Täter versuchen häufig, ihre Opfer unter Druck zu setzen und zur Herausgabe von Geld, Wertgegenständen oder persönlichen Informationen zu bewegen.
So kann man sich schützen
- Vorsicht bei unbekannten Anrufern.
- Bei Zweifeln an der Echtheit eines Anrufers, der behauptet, von der Polizei zu sein, kann man sich unter der polizeilichen Servicenummer +43 59 133 zum angeblichen Polizisten verbinden lassen.
- Hinterfragen Sie die Geschichte des Anrufers und sprechen Sie sofort mit Verwandten oder Freunden. Auch die nächstgelegene Polizeiinspektion kann kontaktiert werden, um die Angaben überprüfen zu lassen.
- Geben Sie keine Details über Ihr Vermögen preis.
- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Im Zweifel das Gespräch beenden. Täter versuchen häufig, ihre Opfer möglichst lange am Telefon zu halten.
- Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung.
- Übergeben Sie niemals Geld oder Gold an Unbekannte.
- Fordern Sie von angeblichen Polizisten einen Dienstausweis.
- Bestehen Zweifel an der Echtheit von zivilen Kriminalbeamten, verständigen Sie den Notruf 133.
- Nehmen Sie Warnungen von Bankangestellten ernst.
- Sprechen Sie mit Ihrer Familie über diese Betrugsform.
- Besonders ältere Menschen sind von diesen Betrugsarten betroffen.
Was tun, wenn man bereits Opfer geworden ist?
- Wenden Sie sich umgehend an die nächstgelegene Polizeidienststelle und erstatten Sie Anzeige.
- Notieren Sie sich die Telefonnummer des Anrufers.
- Informieren Sie auch Verwandte und Freunde über diese Betrugsform.
- Wurden Wertgegenstände übergeben, verständigen Sie sofort den Notruf unter 133 und geben Sie eine Täterbeschreibung ab. Möglicherweise können die Täter noch angehalten werden.