Pressemeldungen August 2026
Anstieg der Schulwegunfälle in Kärnten: Schulweg vor Schulstart üben
In rund zweieinhalb Wochen beginnt in Kärnten wieder die Schule. Die aktuellen Unfallzahlen zeigen dabei eine negative Entwicklung: Laut einer Analyse des VCÖ auf Basis von Daten der Statistik Austria stieg die Zahl der Schulwegunfälle im Jahr 2025 auf den höchsten Wert seit 2019.
Insgesamt wurden 48 Schulwegunfälle verzeichnet, 17 mehr als 2024. Dabei wurden 54 Kinder verletzt, vier davon schwer. Im Jahr davor waren bei 29 Schulwegunfällen 31 Kinder verletzt worden. Einen tödlichen Schulwegunfall gab es 2025 in Kärnten nicht.
Besonders für Kinder, die erstmals zur Schule gehen oder im Herbst in eine neue Schule wechseln, empfiehlt der VCÖ, den künftigen Schulweg bereits vor Schulbeginn gemeinsam abzugehen. Dabei sollte nicht automatisch der kürzeste Weg gewählt werden. Zu bevorzugen sei eine Strecke mit weniger Autoverkehr, durchgehenden Gehwegen und möglichst wenigen Straßenüberquerungen. Eltern sollten den Weg aus der Perspektive ihrer Kinder betrachten. Parkende Autos oder andere Hindernisse können beispielsweise die Sicht an Straßenübergängen einschränken.
Gefahrenstellen am Schulweg sollten laut VCÖ der jeweiligen Gemeinde und der Schuldirektion gemeldet werden, damit mögliche Verbesserungen geprüft werden können.
Schulwege sind laut VCÖ insgesamt sicherer als Freizeitwege. Dazu tragen unter anderem Schülerlotsen, Verkehrsberuhigung im Schulumfeld und eine erhöhte Aufmerksamkeit anderer Verkehrsteilnehmer bei. Gerade Volksschulkinder haben häufig einen Schulweg, der zu Fuß bewältigt werden kann. Dadurch sammeln sie praktische Erfahrung im Straßenverkehr und bekommen gleichzeitig regelmäßige Bewegung.
Wer mit dem Fahrrad zur Schule fährt, muss bis zur absolvierten Radfahrprüfung beziehungsweise bis zum Alter von zwölf Jahren von einer erwachsenen Person begleitet werden. Ein Radhelm sollte dabei getragen werden.
Der VCÖ spricht sich in Städten und Gemeinden für mehr Verkehrsberuhigung, Tempo 30 statt 50, durchgängige Geh- und Radwege sowie übersichtliche Straßenübergänge aus. Vor Schulen könnten autofreie Schulvorplätze oder sogenannte Schulstraßen die Sicherheit erhöhen. Bei einer Schulstraße wird der betreffende Bereich am Morgen für etwa eine halbe Stunde vor Schulbeginn für den Kfz-Verkehr gesperrt. Dadurch soll auch Verkehrschaos durch sogenannte Elterntaxis vermieden werden.
Bei Kindern, die einen Schulbus nutzen, sei besonders auf einen sicheren Weg zur Haltestelle und sichere Möglichkeiten zum Überqueren der Straße zu achten.