Pressemeldungen April 2026
Jahreshauptversammlung Kärntner Bergwacht: Neue Herausforderungen im Naturschutz
Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Kärntner Bergwacht in der Feuerwehrschule Klagenfurt standen aktuelle Herausforderungen im Naturschutz sowie die zukünftige Ausrichtung der Organisation im Mittelpunkt. Insgesamt 339 Bergwächterinnen und Bergwächter nahmen an der Versammlung teil.
Ein zentrales Thema war der zunehmende Druck auf die Natur durch sogenannte Neophyten, also invasive Pflanzenarten. Der Salzburger Biologe Günther Novotny erläuterte in einem Fachvortrag deren Auswirkungen auf die heimische Flora. Diese Pflanzen würden nicht nur heimische Arten verdrängen, sondern könnten aufgrund ihrer Eigenschaften auch Verletzungen verursachen. Verbreitet werden sie unter anderem durch Wind, Tiere oder menschliche Unachtsamkeit, etwa bei der Entsorgung von Gartenabfällen.
Große Bedeutung kommt weiterhin der Ausbildung neuer Mitglieder zu. Nach einer dreijährigen Probezeit können sogenannte Aspiranten in den aktiven Dienst der Bergwacht aufgenommen werden. Dabei wird neben fachlicher Qualifikation besonders auf charakterliche Eigenschaften Wert gelegt.
Landesleiter Hannes Leitner betonte in diesem Zusammenhang die Bedeutung engagierter Persönlichkeiten: Gesucht würden Menschen mit Verantwortungsbewusstsein und echter Verbundenheit zur Natur. Auch die laufende Weiterbildung bleibt ein Schwerpunkt, um den steigenden Anforderungen im Naturschutz gerecht zu werden. Trotz begrenzter finanzieller Mittel sei es notwendig, kontinuierlich in Ausbildung und Qualifikation zu investieren.
Die Bergwacht arbeitet eng mit anderen Einsatzorganisationen zusammen. Im Zuge von Streifendiensten wurden im vergangenen Jahr zahlreiche Aufklärungen durchgeführt sowie Organmandate und Verwaltungsstrafen ausgesprochen. Mehrere Fälle konnten in Zusammenarbeit mit Polizei und weiteren Behörden geklärt werden. Oberst Hannes Dullnig von der Polizei unterstrich die Bedeutung der funktionierenden Zusammenarbeit zwischen Bergwacht und Exekutive.
Auch neue Entwicklungen, wie die Ausbreitung der Tollwut in Teilen Osteuropas seit Beginn des Kriegs in der Ukraine, stellen zusätzliche Herausforderungen dar. In diesem Zusammenhang wird auch die Hundestaffel der Bergwacht nach rund 15 Jahren neu aufgestellt.
Ein besonderer Programmpunkt der Jahreshauptversammlung war die Ehrung langjähriger Mitglieder für ihren ehrenamtlichen Einsatz im Dienste der Natur.
Für 60 Jahre Zugehörigkeit wurden geehrt:
Für 50 Jahre Zugehörigkeit:
Für 40 Jahre Zugehörigkeit:
Für 30 Jahre Zugehörigkeit:
Für 20 Jahre Zugehörigkeit:
Die Jahreshauptversammlung Kärntner Bergwacht machte deutlich, dass die Kärntner Bergwacht auch künftig eine wichtige Rolle beim Schutz der Natur und der Kulturlandschaft einnehmen wird.
Foto: Willy Jellitsch