Pressemeldungen April 2026
Gut sehen trotz Alterssichtigkeit: Neue Gleitsichtbrille? So gelingt der Umstieg
Zum Tag der Brille am 23. April gibt die Landesinnung der Kärntner Augen und Kontaktlinsenoptiker wichtige Tipps für Menschen mit Alterssichtigkeit, wie sie sich an eine neue Gleitsichtbrille gewöhnen und im Alltag sicher damit sehen.
Am liebsten würde man die neue Brille frustriert beiseitelegen, die meisten Trägerinnen und Träger von Gleitsichtbrillen kennen diesen Gedanken, denn leichter Schwindel oder unscharfe Sicht begleiten oft die erste Zeit mit dieser neuen Brille. Damit der Umstieg möglichst rasch gelingt, verrät die Landesinnung der Kärntner Augen und Kontaktlinsenoptiker zum Tag der Brille am 23. April ihre besten Tipps. Es beginnt meist schleichend, beim Lesen muss das Buch weiter weggehalten werden, damit die Schrift nicht verschwimmt. Die sogenannte Presbyopie, auch als Alterssichtigkeit bekannt, beginnt bei vielen Menschen mit Mitte 40.
„Mit zunehmendem Alter verliert die Linse mehr und mehr die Fähigkeit sich zu wölben, dies ist aber für das scharfe Sehen im Nahbereich wichtig“, erklärt Mario Teufl, Landesinnungsmeister der Kärntner Augen und Kontaktlinsenoptiker. „Die Alterssichtigkeit kann jeder Augenoptikermeister oder Ophthalmologe ganz leicht diagnostizieren.“ Ausgleichen lässt sich diese Sehschwäche mithilfe einer Lesebrille. Wer bereits eine Brille trägt, kann zu einer Gleitsichtbrille wechseln.
Der Vorteil einer Gleitsichtbrille, ein Glas korrigiert gleich mehrere Sehstärken, oben für die Ferne, in der Mitte für mittlere Distanzen und unten für die Nahsicht wie beim Lesen. Der Übergang verläuft fließend, weshalb man von gleitender Sicht spricht. „Es erfordert etwas Übung, bis man verinnerlicht hat, durch welchen Teil der Brille man jeweils schauen muss“, weiß der Landesinnungsmeister. „Unsere Augen und unser Gehirn sind allerdings sehr anpassungsfähig und finden sich recht schnell mit der neuen Sehsituation zurecht.“ Mit ein paar einfachen Tipps lässt sich diese Eingewöhnungsphase deutlich erleichtern.
1. Häufig tragen
Damit sich die Augen und das Gehirn an die neue Brille gewöhnen können, sollte diese am besten den ganzen Tag und bei den verschiedensten Tätigkeiten getragen werden. So lernt man am schnellsten, durch welchen Bereich der Brille man schauen muss, um optimal zu sehen. Treten Kopfschmerzen oder ein Schwindelgefühl auf, sollte man die Brille absetzen, bis die Beschwerden wieder verschwunden sind.
2. Für beste Sicht im Straßenverkehr
Für die Fernsicht beim Auto oder Radfahren, um beispielsweise Straßenschilder zu lesen, schaut man durch den oberen Bereich der Brille, für beste Sicht auf das Armaturenbrett ist der mittlere Bereich optimal. Im Straßenverkehr sind wir es gewöhnt, Objekte oder Situationen aus dem Augenwinkel zu beobachten oder nur mit den Augen zu verfolgen, hier braucht es eine kleine Anpassung. Da bei Gleitsichtgläsern die Randbereiche unscharf sind, sollten Brillenträgerinnen und Brillenträger den Kopf horizontal leicht mitbewegen, um andere Verkehrsteilnehmer „im Auge zu behalten“.
„Je hochwertiger die Gläser, desto geringer sind die Unschärfen im Randbereich“, betont Mario Teufl. „Das erklärt auch die teils hohen Preisunterschiede bei Gleitsichtbrillen.“
3. Sicher Treppensteigen
Beim Treppensteigen schauen Brillenträgerinnen und Brillenträger meist automatisch durch den unteren Bereich der Brille, dadurch können die Stufen aber unscharf sein. Das liegt daran, dass der untere Brillenbereich auf den Leseabstand eingestellt ist, die Treppe aber, je nach Körpergröße, deutlich weiter entfernt ist. Wichtig ist daher, beim Treppensteigen den Kopf so weit nach unten zu neigen, bis man durch den mittleren Bereich schaut und die Stufen klar erkennt.
4. Komfortabel Lesen
Beim Lesen sollte der Kopf nicht zu stark nach unten geneigt werden, da die Buchstaben sonst schnell verschwimmen. Für eine optimale Sicht wird der Kopf nur leicht gesenkt, während sich die Augen nach unten bewegen. So erfolgt der Blick durch den unteren Lesebereich der Brille.
5. Perfekter Sitz
Bei Gleitsichtbrillen ist der richtige Sitz noch entscheidender als bei einer gewöhnlichen Brille. „Damit die einzelnen Sehbereiche richtig positioniert sind, muss der Punkt, an dem Sie durch das Glas blicken, bei neutraler Augenhaltung mittig liegen“, sagt Teufl. „Verrutscht Ihnen die Brille im Alltag auf der Nase, ist dieser schnell verschoben und Sie sehen nicht mehr scharf. Lassen Sie den Sitz Ihrer Brille von Ihrem Augenoptikermeister überprüfen und, falls nötig, anpassen.“
Gewöhnung braucht etwas Zeit
Gewisse Schwierigkeiten bei der Gewöhnung an eine Gleitsichtbrille sind ganz normal. „Nach zwei bis drei Wochen sollten Sie sich an das neue Seherlebnis gewöhnt haben“, so Landesinnungsmeister Mario Teufl. „Zögern Sie nicht, bei Schwierigkeiten um Rat zu fragen, die Kärntner Augenoptikermeister helfen Ihnen jederzeit gerne weiter, damit Sie auch mit Ihrer neuen Gleitsichtbrille den perfekten Durchblick haben.“