Pressemeldungen April 2026
Goach zum 1. Mai: „Gute Arbeit, faires Einkommen und soziale Sicherheit sind Grundrechte!“
Zum Tag der Arbeit am 1. Mai betont AK-Präsident Günther Goach die Bedeutung fairer Einkommen, sicherer Arbeitsplätze und sozialer Absicherung und verweist auf knapp 227.000 Beratungen im vergangenen Jahr, bei denen die Arbeiterkammer Kärnten insgesamt 91,3 Millionen Euro für Beschäftigte, Konsumenten und Mieter zurückgeholt hat.
Der 1. Mai erinnert jedes Jahr daran, dass gute Arbeitsbedingungen, faire Bezahlung und soziale Sicherheit keine Selbstverständlichkeit sind. Darauf weist die Arbeiterkammer Kärnten anlässlich des Tags der Arbeit hin. AK-Präsident Günther Goach betont, dass diese Grundsätze gerade jetzt besonders wichtig sind. „Dieser Grundsatz ist heuer aktueller denn je. In Zeiten von Inflation, hohen Lebenskosten und wirtschaftlicher Unsicherheit ist die Arbeiterkammer Kärnten die verlässliche Konstante für die Menschen im Land“, sagt Goach. Gleichzeitig bedankt er sich bei den Beschäftigten: „Die Beschäftigten halten mit ihrer wertvollen Arbeit das Land am Laufen. Sie sind die Helden, nicht nur am Tag der Arbeit!“
Wie wichtig eine starke Interessenvertretung ist, zeigt laut Arbeiterkammer ein Blick auf das vergangene Jahr. Insgesamt führten die Experten knapp 227.000 Beratungen durch. Dabei konnten insgesamt 91,3 Millionen Euro im Arbeits- und Sozialrecht, im Konsumentenschutz sowie im Lohnsteuerservice für die Menschen zurückgeholt werden.
Ein besonderer Schwerpunkt lag im Bereich Arbeits- und Sozialrecht. Dort wurden 127.300 Beratungen durchgeführt und 77,1 Millionen Euro zurückgeholt.
Goach betont, dass hinter diesen Zahlen konkrete Einzelschicksale stehen: „Hinter diesen Zahlen stehen Menschen mit realen Sorgen: Beschäftigte, die Monate auf Überstundenentgelt gewartet haben oder die nach einem Arbeitsunfall einfach abgemeldet und ohne Einkommen sich selbst überlassen wurden; Lehrlinge, die sich nicht getraut haben, gegen schlechte Behandlung aufzustehen; Menschen, die verpflichtende Weiterbildungen selbst bezahlen sollten; Konsumenten, die von Unternehmen abgezockt wurden; Mieter, denen zu Unrecht horrende Kosten aufgebrummt wurden!“
Die Arbeiterkammer sieht in diesen Fällen ein Zeichen dafür, dass der Druck auf viele Menschen wächst. Steigende Lebenshaltungskosten und zunehmende Belastungen im Arbeitsalltag machen sich laut Goach deutlich bemerkbar. „Überstunden werden zur Normalität, steigende Lebenshaltungskosten engen den Spielraum ein, und oft bleibt die Sorge, ob sich am Monatsende alles ausgeht. Die Herausforderungen wachsen, deshalb braucht es ein starkes Miteinander“, sagt Goach.
Ein wichtiger Faktor für Stabilität bleibt laut Arbeiterkammer die Sozialpartnerschaft. Sie stehe für einen Weg, bei dem Konflikte durch Gespräche und gemeinsame Verantwortung gelöst werden. Genau dieser Zusammenhalt sei es auch, den der 1. Mai jedes Jahr in Erinnerung ruft.
Foto: AK Kärnten/Helge Bauer