Pressemeldungen April 2026
Geschlossene WC-Anlagen am Domplatz: Antrag soll rasch neue Lösungen bringen
Die Situation rund um öffentliche Toiletten in der Klagenfurter Innenstadt sorgt seit Jahren für Diskussionen. Besonders betroffen sind der Domplatz und der Lendhafen, wo die öffentlichen WC-Anlagen seit längerer Zeit geschlossen sind.
Gemeinderätin Gabriela Holzer (SPÖ) bringt dazu heute einen selbstständigen Antrag im Gemeinderat der Landeshauptstadt Klagenfurt ein. Darin wird darauf hingewiesen, dass die derzeit empfohlene Ausweichmöglichkeit zur Toilette am Benediktinerplatz für viele Menschen unpraktisch ist.
In ihrer Not würden Besucher häufig umliegende Gastronomiebetriebe aufsuchen, ohne dort etwas zu konsumieren. Dies stelle eine Belastung für die Betriebe dar. Als Beispiel wird das Café Lilli genannt, das laut Antrag regelmäßig über diese Situation berichtet.
Da neue WC-Anlagen mit hohen Kosten verbunden wären, werden im Antrag auch Alternativen aus anderen Städten genannt. In Salzburg wird etwa das Modell der „Netten Toilette“ genutzt. Dabei stellen Gastronomiebetriebe ihre Sanitäranlagen öffentlich zur Verfügung und erhalten dafür einen monatlichen Unkostenbeitrag.
Zusätzlich wird auf sogenannte Litfaßsäulen-WCs verwiesen, wie sie etwa in Nürnberg eingesetzt werden. Diese gelten als platzsparend, barrierefrei und selbstreinigend und können über Werbeflächen finanziert werden.
Mit dem Antrag wird gefordert, dass die Stadt Klagenfurt kurzfristig das Projekt „Nette Toilette“ umsetzt und teilnehmende Betriebe finanziell unterstützt. Sollte diese Maßnahme langfristig nicht ausreichen, soll ergänzend die Einführung von Litfaßsäulen-WCs geprüft werden.
Ziel ist laut Antrag eine rasche und nachhaltige Verbesserung der öffentlichen WC-Situation für die Bevölkerung sowie für Besucher der Landeshauptstadt Klagenfurt.
Foto: Mein Klagenfurt