Schnee, Eis und glatte Straßen: Seit 1. November 2026 sind die Straßenmeistereien Klagenfurt und Rosental wieder für den Winterdienst gerüstet. Bis Ende März sorgen insgesamt 50 Mitarbeiter dafür, dass die Landesstraßen in Klagenfurt und Klagenfurt-Land auch bei winterlichen Bedingungen möglichst sicher befahrbar bleiben.
Insgesamt müssen rund 793 Räumkilometer betreut werden. Dafür stehen zwölf LKW und fünf Unimogs bereit. Sieben Soletanks und acht Salzsilos sorgen dafür, dass ausreichend Streumittel zur Verfügung stehen.
Besonders im Kärntner Zentralraum sind täglich viele Menschen unterwegs. Neben Pendlern und anderen Verkehrsteilnehmern müssen auch Einsatzfahrzeuge bei Schnee und Eis möglichst rasch an ihr Ziel kommen.
„Im Zentralraum sind auch im Winter besonders viele Menschen unterwegs. Für sie alle schaffen wir mit dem Winterdienst Verkehrssicherheit. Genauso wichtig ist, dass Einsatzkräfte auch bei Schnee und Eis rasch ans Ziel kommen. Rund 1,3 Millionen Euro investieren wir allein in Klagenfurt und Klagenfurt-Land in den Winterdienst. Das ist eine Investition in eine verlässliche Infrastruktur, auf die sich Bevölkerung und Wirtschaft verlassen können“, betont Straßenbaureferent LHStv. Martin Gruber.
Eine der anspruchsvollsten Strecken im Einsatzgebiet ist die Loiblpass Straße. Sie führt von 440 auf 1.070 Meter Seehöhe und überwindet damit rund 630 Höhenmeter. Zahlreiche Kurven, Steigungen und lange schattige Straßenabschnitte machen die Schnee- und Eisbekämpfung besonders schwierig.
„Die Loiblpass Straße verlangt unseren Mitarbeitern im Winter einiges ab. Kurven, Steigungen und Schattenlagen machen jeden Einsatz dort anspruchsvoll. Trotzdem rücken unsere Mannschaften bei jedem Wetter und oft mitten in der Nacht aus. Dafür gilt den Straßenmeistereien Klagenfurt und Rosental mein herzlicher Dank“, so Gruber.
Neu ist in diesem Winter die digitale Dokumentation des Winterdienstes in der Straßenmeisterei Rosental. Sie gehört zu vier Straßenmeistereien in Kärnten, die in dieser Saison mit einer elektronischen Einsatzplanung ausgestattet werden. Künftig werden Fahrtrouten, Salzverbrauch, Füllstände der Salzsilos, Wetterdaten und Bilder von Webcams digital erfasst. Dadurch sollen die Einsätze besser geplant und gesteuert werden.
Langfristig soll das System in allen 17 Landesstraßenmeistereien eingeführt werden.
Auch die bisherige Sole-Strategie des Landes wird fortgesetzt. Die Sole wird mittlerweile vollständig in den eigenen Straßenbauämtern hergestellt und gemeinsam mit Streusalz als Feuchtsalz aufgebracht. Das Gemisch haftet durch sein höheres Gewicht besser auf der Fahrbahn und wird nicht so leicht verweht.
Landesweit stehen 423 Mitarbeiter in 17 Straßenmeistereien und vier Bauhöfen für den Winterdienst zur Verfügung. Sie betreuen rund 5.760 Räumkilometer.
Die wichtigsten Zahlen für Kärnten im Überblick:
Für die Wintersaison 2026/27 wurden außerdem sechs neue LKW und ein neuer Unimog um insgesamt 2,8 Millionen Euro angeschafft.
Foto: Büro LHStv. Gruber