Wie können Städte bis 2040 klimaneutral werden und welche Voraussetzungen braucht es dafür? Mit diesen Fragen beschäftigten sich Vertreter österreichischer Städte und Gemeinden beim 4. Dialogforum der Mission „Klimaneutrale Stadt“. Die zweitägige Veranstaltung fand am Dienstag, 3. November, im Congress Center Villach und am Mittwoch, 4. November 2026, im Konzerthaus Klagenfurt statt.
Insgesamt 47 Städte aus allen Bundesländern beteiligen sich an der österreichweiten Initiative. Sie wollen durch Forschung, Innovation und gemeinsame Projekte schneller klimaneutral werden.
Beim Treffen in Klagenfurt ging es vor allem um die Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Städten. Diskutiert wurde, welche politischen und finanziellen Voraussetzungen notwendig sind, damit Klimaschutzprojekte auch tatsächlich umgesetzt werden können.
Bürgermeister Christian Scheider betonte dabei die Bedeutung konkreter Schritte: „Wir wollen nicht nur über Klimaschutz sprechen, sondern konkrete Maßnahmen auf den Weg bringen und Erfahrungen sammeln. Die größte Herausforderung liegt häufig nicht darin, gute Konzepte zu entwickeln. Sie liegt in der tatsächlichen Umsetzung und die dafür notwendigen finanziellen Rahmenbedingungen zu schaffen. Genauso wichtig ist es, die Menschen in unseren Pionierstädten auf diesem Weg mitzunehmen“, so Scheider.
Vertreter des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI), der Bundesländer und der Pionierstädte beschäftigten sich außerdem mit der Umsetzung der europäischen Klima- und Energieziele.
Bereits am Dienstag standen in Villach praktische Beispiele und konkrete Projekte aus dem Klimaschutz auf dem Programm. Projektleiter und Fachmitarbeiter der teilnehmenden Städte und Gemeinden tauschten ihre Erfahrungen und Ideen aus. Am Abend reisten die Teilnehmer nach Klagenfurt weiter, wo im Rathaus ein Willkommensempfang stattfand. Die Mission „Klimaneutrale Stadt“ wird vom Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur gemeinsam mit dem Klima- und Energiefonds unterstützt. Gefördert werden innovative Lösungen für klimafreundliche Energieversorgung, Mobilität und Kreislaufwirtschaft.
Durch die Zusammenarbeit mit dem Bund sollen die Pionierstädte auch nationale und europäische Fördermöglichkeiten besser nutzen können.
Foto: StadtKommunikation/Zangerle