Wer heuer einen Christbaum für Weihnachten kaufen möchte, muss sich noch keine Sorgen um das Angebot machen. In den kommenden Jahren könnte sich das allerdings ändern. Die Trockenheit hat bei den Kärntner Christbaumbauern erhebliche Schäden verursacht.
Wie Gerhard Plesnik, Obmann der Kärntner Christbaumbauern, gegenüber ORF Kärnten erklärte, gingen in Unterkärnten zwischen 30 und 50 Prozent der Neupflanzungen verloren.
Die Folgen der Dürre werden erst in einigen Jahren spürbar sein. Denn betroffen sind vor allem Jungbäume, die erst in fünf bis acht Jahren als Christbäume verkauft werden sollten. Für Weihnachten 2026 sind laut dem Bericht von ORF Kärnten keine Engpässe zu erwarten. Langfristig könnten die Ausfälle aber das Angebot verringern und zu höheren Preisen führen.
Noch größere Verluste gibt es in anderen Bundesländern. In Niederösterreich fiel mehr als die Hälfte der Neupflanzungen aus, im Burgenland waren es sogar bis zu 90 Prozent.
Um junge Christbäume besser durch längere Trockenperioden zu bringen, setzen die Produzenten zunehmend auf künstliche Bewässerung. Auch sogenannte Hydrogele werden als mögliche Hilfe geprüft. Diese Kunststoffe können Wasser speichern und nach und nach an die Pflanzen abgeben. Eine dauerhafte Lösung sei das allerdings nicht, erklärte Plesnik gegenüber ORF Kärnten.
Abgestorbene Jungbäume sollen im kommenden Jahr ersetzt werden. Für die Betriebe bedeutet das zusätzliche Arbeit und einen Zeitverlust von mindestens einem Jahr.
Foto: Mein Klagenfurt