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Hohe europäische Auszeichnung für St. Veiter Krebsspezialistin

Tägliche Arbeit auf der Station: Oberärztin Dr. Maria Piribauer mit ihrem Team. Foto: KK

Die Onkologin des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder St. Veit/Glan, OÄ Dr. Maria Pirbibauer, absolvierte als bisher einzige im Krankenhaus die Prüfung für den „europäischen Onkologen“ bei der ESMO (European society medical onkology).

Die ESMO-Prüfung gilt als hohe europäische Auszeichnung und bescheinigt, dass am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit onkologische Erkrankungen in allen Krankheitsphasen auf höchstem Niveau diagnostiziert und behandelt werden können. Nur wenige Ärzte in Kärnten erfüllen die Vorgaben der europäischen Fachgesellschaft ESMO.

Hochqualifizierte Ärztin am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit

Die Diagnose Krebs ist für die Betroffenen ein schwerer Schicksalsschlag. Es folgen zahlreiche Untersuchungen und Therapien, bei denen Krebspatienten auf versierte Spezialisten angewiesen sind. Laien können hier nur sehr schwer beurteilen, welcher Arzt die notwendige Erfahrung mitbringt, um eine bösartige Krebserkrankung zu diagnostizieren und zu therapieren. Das ESMO-Zertifikat bestätigt den Patienten, dass die Kompetenzen des Arztes, für den sie sich entscheiden, von einer neutralen und angesehenen Stelle geprüft und für gut befunden wurden.

Der Onkologin und Oberärztin an der Abteilung für Innere Medizin, Dr. Maria Piribauer, wurde ihr onkologisches Fachwissen durch die europäische Gesellschaft für medizinische Onkologie (ESMO) zertifiziert. Die Fachärztin für Hämatologie und Onkologie unterzog sich der ESMO-Prüfung, die ihr Wissen in der medizinisch-onkologischen Behandlung auf den Prüfstand stellte.

Individuelle Krebstherapie

In der Krebstherapie werden die Karten derzeit neu gemischt. „Die sogenannte zielgerichtete Therapie und die neuen Immuntherapien haben bei Krebs einen radikalen Wandel der Behandlungsmöglichkeiten von Patienten eröffnet“, bestätigt Dr. Maria Piribauer.

Krebspatienten erhalten im St. Veiter Ordenskrankenhaus eine kontinuierliche, umfassende ambulante und stationäre Versorgung. Dabei werden sie nach den aktuellen Empfehlungen der onkologischen Fachgesellschaften behandelt. Jede Therapie erfolgt nach individueller Nutzen-/Risiko-Abwägung und nach ausführlicher Besprechung mit dem Patienten. Während der Therapie werden Wirkung und mögliche Nebenwirkungen engmaschig überwacht und – soweit möglich – für den Patienten optimiert. „Die sogenannte zielgerichtete Therapie und die neuen Immuntherapien haben bei Krebs einen radikalen Wandel der Behandlungsmöglichkeiten von Patienten eröffnet“, bestätigt Dr. Maria Piribauer.

Ganzheitliche Betreuung der Patienten

Die Unterstützung, die Patienten und ihren Angehörigen im Krankenhaus St. Veit/Glan erfahren, geht dabei über eine rein medizinischeBetreuung hinaus. Sie umfasst zudem beispielsweise eine psychoonkologische Beratung, Ernährungsberatung, physiotherapeutische Angebote sowie die Kontaktvermittlung an Selbsthilfegruppen.

„Entsprechend vielfältig sind auch die Aufgaben an der onkologischen Abteilung“, schildert Oberärztin Maria Piribauer: „Zu den praktischen Tätigkeiten zählen der Ultraschall, die Punktionen (Ascites, Pleura) oder die Punktionen verschiedener Organe (Leber, Lymphknoten), sofern eine weiterführende Diagnostik erforderlich ist. Es werden Blutausstriche unter dem Mikroskop betrachtet, Knochenmarkspunktionen und Laboruntersuchungen in die Wege geleitet.“ Sind diese Arbeiten beendet, stellt Piribauer mit ihrem Team die Chemotherapie-Schemas zusammen und erkundigt sich in den Patientenzimmern nach dem Wohlbefinden ihrer Schützlinge. 

Belastung – auch für die Ärztin

Die Nachmittage verbringt die St. Veiter Ärztin auf der Station. „Mit den Patienten besprechen wir Befunde, adaptieren Therapien und führen auf Wunsch Gespräche mit denAngehörigen. Es erfolgen auch die Erstvorstellungen von neuen Patienten“, gewährt die erfahrene Spezialistin Einblicke in ihren Alltag im Krankenhaus St. Veit.

Dabei sind einige Patienten schon über die bösartige Tumorerkrankung von den Vorbehandlern (Chirurgen, Gynäkologen, Internisten) aufgeklärt geworden. „Einige erfahren erst jetzt von der bösartigen Erkrankung“, sagt die Onkologin, die schon vor Studienbeginn den Wunsch hatte Krebsspezialistin zu werden. „Trotz der psychisch oft nicht einfachen Tätigkeit, habe ich es nie bereut diesen langen Weg der Ausbildung zu gehen.“

Zusammenarbeit von Spezialisten verschiedener Fachrichtungen

Bei der wöchentlichen Tumorkonferenz trifft Piribauer auf die Fachärzte der beteiligten Disziplinen. „Gemeinsam besprechen wir jeden einzelnen Patienten und entwickeln eine individuelle Behandlungsstrategie, in die auch die Wünsche des Patienten einfließen“, so die Ärztin. DieNotwendigkeit solcher Tumorkonferenzen ergibt sich aus der zunehmenden Komplexität der Behandlungsmodalitäten und hat zum Ziel, jedem Patienten Zugang zu den modernsten und effektivsten Therapien für seine Erkrankung zu ermöglichen.

Internationale Studien

Durch nationale und internationale Studien haben die Patienten außerdem die Möglichkeit, an innovativen, noch nicht fest etablierten Therapiekonzepten teilzunehmen. „Es werden immunologische Therapieansätze mit Antikörpern und neue Medikamente aus der Gruppe der sogenannten „targeted“ („gezielten“) Therapeutika verwendet“, schildert Piribauer, die in Berlin die ESMO-Prüfung absolvierte.

Langer Ausbildungsweg

Nach dem Studium und Turnus in Wien sammelte Piribauer Erfahrung auf dem Gebiet der Palliativmedizin in Trondheim, Norwegen, wo sie auch die Zusatzbezeichnung,Ärztin für Palliativmedizin, erlangt hat. Danach absolvierte sie die Ausbildung zur Fachärztin für Innere Medizin in Essen in Deutschland. Die Ausbildung zur Hämato-Onkologin schloss sie in Passau ab.

Führende Vereinigung europäischer Onkologen

Seit vielen Jahren engagiert sich die Europäische Gesellschaft für Medizinische Onkologie – so die deutsche Bezeichnung für ESMO – für die Vermittlung von Wissen und Fähigkeiten in der Onkologie und Hämatologie. Ziel der ESMO-Prüfung ist es, eine international anerkannt hohe Qualität der Ausbildung in medizinischer Onkologie für europäische Ärzte zu sichern. Die ESMO-Prüfung ist das europäische Zertifikat und Qualitätssiegel; es weist umfassende theoretische und praktische Kompetenz in der medizinischen Onkologie nach.

Die ESMO-Prüfung

Geprüft und bewertet werden besondere Kenntnisse über Medikamente zur Krebsbehandlung und deren Nebenwirkungen, Lymphome, Leukämien und andere hämatologische Krebserkrankungen sowie alle bösartigen Erkrankungen sämtlicher Organsysteme bei Männern und Frauen (z.B. Lunge, Gehirn, Kopf bis Hals, Schilddrüse, Magen-Darmtrakt, Brust sowie alle weiblichen Organe, Blase, Nieren und Prostata, Haut, Knochen und Weichgewebe u.v.a.). Neben gängigenVerfahren und den neuesten Methoden waren auch aktuelle ForschungsergebnisseGegenstand der Prüfung.

Foto: KK

Presseaussendung von: Agentur Katja Kommt

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