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Kärnten – ein Land im Drogenrausch

Der Drogenmissbrauch steigt. Was tun? Foto: Screenshot/YouTube
Kärnten – ein Land im Drogenrausch

Immer mehr Kärntnerinnen und Kärntner greifen zu Drogen. Laut Bundeskriminalamt sind Klagenfurt und Villach nach Wien die Städte mit den meisten Drogendealern und Rauschgiftkonsumenten. Klagenfurt verzeichnet seit Jahresbeginn schon sechs Suchtgift-Tote, die Drogenambulanz wird dem Ansturm von Suchtkranken kaum noch Herr. Die Politik reagiert so, wie sie es seit Jahrzehnten tut: Sie fordert härtere Strafen und mehr Polizeieinsätze, aber allein mit „Law & Order“ werden wir das Problem nicht lösen können.

Die Polizei ist am Rande ihrer Kapazitäten. Sie tut, was sie kann, aber sie kann nicht überall zugleich sein. Schmerzhaft spüren wir jetzt die Einsparungen, die verschiedene Bundesregierungen seit dem Jahr 2000 der Polizei aufgezwungen haben. Natürlich wird eine illegale Drogenszene frecher, wenn man ein Wachzimmer nach dem anderen zusperrt. Aber selbst wenn die Sicherheitskräfte alles Geld der Welt hätten, würden sie das Drogenproblem nicht aus der Welt schaffen können. Die Polizei kann allenfalls dafür sorgen, dass zum Beispiel nicht neben Schulen gedealt wird und dass Drogenhändler einen gewissen Verfolgungsdruck spüren. Das kann zwar durchaus sinnvoll sein, verlagert die Probleme aber nur. Die Drogenhändler finden trotzdem ihre Kunden, denn sie befriedigen eine Nachfrage.

Wir sollten uns zwei Fragen stellen. Warum nehmen immer mehr Menschen illegale Drogen? Und: Haben wir überhaupt eine Chance, den „Krieg gegen Drogen“ mit den Mitteln, die wir derzeit einsetzen, jemals zu gewinnen?

Schauen wir uns zwei Länder an, deren Drogenpolitik komplett verschieden ist. Im Iran steht auf Drogenhandel die Todesstrafe und Süchtige müssen mit langen Haftstrafen rechnen. Dennoch nehmen nirgendwo sonst auf der Welt so viele Menschen harte Drogen wie im Iran. Der Mullah-Staat hat im Verhältnis zur Bevölkerungszahl die meisten Heroinsüchtigen und die meisten Drogentoten. Die mit der Sucht verbundene Beschaffungskriminalität ist immens. In Portugal dagegen hat man im Jahr 2001 den Konsum ALLER Drogen entkriminalisiert. 15 Jahre später zog das portugiesische Gesundheitsministerium Bilanz: Der Drogenkonsum ist ständig zurückgegangen, die Zahl der Drogentoten ist von durchschnittlich 100 pro Jahr auf knapp 20 gesunken, die Beschaffungskriminalität sank um mehr als die Hälfte und die Ansteckungen mit HIV und Hepatitis reduzierten sich 90 Prozent. Im Jahr 2001 sprachen sich rund 50 Prozent der Portugiesen gegen die Liberalisierung aus. In einer Umfrage aus dem Jahr 2015 wünschten sich aber nur mehr 25 Prozent die alten Gesetze zurück und keine Partei fordert die Wiedereinführung der Verbotspolitik.

Eigentlich ist das ja ganz logisch. Je mehr man Menschen wie Verbrecher behandelt, desto mehr werden sie sich auch wie solche verhalten. Wenn man Drogenkonsum aber nicht mehr strafrechtlich verfolgt, kann man sich auf den medizinischen Aspekt des Problems konzentrieren und den Betroffenen helfen.

Ein Problem, auf das die Kärntner Polizei mit Nachdruck hinweist, ist das „Panschen“ der Drogen, die in Klagenfurt und Villach verkauft werden. Um den Profit zu erhöhen, strecken Drogenhändler ihre Ware mit allerlei Zeug, oft auch mit reinstem Gift. Und fast alle aufgegriffenen Suchtgifthändler sind derzeit Asylbewerber. Beides ist leider nachvollziehbar. Da der Drogenhandel illegal und in den Händen von Verbrechern ist, denken die natürlich nicht an die Gesundheit der Konsumenten, sondern nur an den eigenen Gewinn. Und für Asylbewerber ist das Dealen meist der einzige Weg, um an Geld zu kommen. Arbeiten dürfen sie ja nicht. Wären keine Asylbewerber da, würden andere Leute die steigende Nachfrage nach Rauschgift befriedigen. Drogenhandel ist ein Geschäft. Wo es Nachfrage gibt, gibt es auch Anbieter. Die Polizei macht zwar, was sie kann (sie hat ja auch noch anderes zu tun), aber wir sollten dem ganzen Problem endlich einmal mit frischen Ideen begegnen. Müssen wir wirklich jeden Kiffer und Cannabiszüchter polizeilich verfolgen? Wäre eine staatlich kontrollierte Abgabe von Drogen in Apotheken nicht gesünder für die „Verbraucher“ und besser für die Gesellschaft, weil man dadurch nicht nur die kriminellen Banden arbeitslos machen würde, sondern auch noch Steuern einnehmen könnte? Und vor allem: Was läuft schief mit uns allen, mit unserer Gesellschaft, wenn immer mehr Menschen meinen, das Leben nur mit Drogen ertragen zu können?

Kontakt: redaktion@mein-klagenfurt.at

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