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Tage der Alpen-Adria-Küche 2019

Unsere Kinder in guten Händen

Unsere Kinder in guten Händen. Foto: LPD/Bodner

Presseaussendung von: Büro LH Dörfler 

LH Dörfler in Diskussionsrunde des Instituts für Bildung und Beratung (IBB) über Kinderbetreuung

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Klagenfurt (LPD). "Wie kindgerecht ist die Kindheit?" - Dieser Frage wurde gestern, Donnerstag, bei einer Podiumsdiskussion an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt nachgegangen. Resümee war, dass die Eltern wieder mehr Erziehungsaufgaben wahrnehmen müssten. Allerdings wurde der jungen Elterngeneration auch zuerkannt, dass sie in der heutigen Gesellschaft vor schwierigen Herausforderungen stehe. Viel Lob gab es für die engagierte Arbeit der Kärntner Kinderbetreuerinnen, von denen auch viele aktiv an der Diskussion teilnahmen.

Kinderbetreuungsreferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler meinte, dass die Kindheit heute immer weniger kindgerecht werde. In unserer Wohlstandsgesellschaft gebe es immer weniger Kinder. "Was läuft da falsch, sind wir so sehr dem Konsum verhaftet", warf er als Frage auf. Entwicklungspsychologin Lieselotte Ahnert von der Uni Wien erklärte daraufhin, dass das Leben komplexer geworden sei: "Die Individuen müssen hasten, leistungsfähiger sein." Potentiellen Eltern werde ein hohes Maß an Flexibilität zugemutet, junge Eltern würden vor Herausforderungen stehen, die die Generationen zuvor nicht gehabt hätten.

Der Landeshauptmann betonte, dass er es als sehr positiv befinde, dass Frauen heute selbstbewusster seien und sich unabhängig gemacht hätten. In der Kinderbetreuung und -erziehung seien aber auch die Väter gefordert, formulierte er ein großes Anliegen. Es gelte, sich auf Beziehung, Familie, Kinder einzulassen. Aufgaben der Grundsozialisierung würden vielfach an die Kindergärten und Schulen delegiert, zeigte er ein großes Problem auf.

Als der Pädagoge Roman Lauchard eine Lobby für die Kinder forderte, warf der Landeshauptmann ein, dass die Eltern diese Lobby sein müssten. Er sprach die Idee eines Elternführerscheins an und verwies auf elternbildende Maßnahmen, die u. a. vom Institut für Bildung und Beratung (IBB) in Klagenfurt angeboten werden. Dörfler ging auch auf die Rolle der Großeltern ein, die Familien Sicherheit geben würden. Wichtig sei das verpflichtende vorschulische Kindergartenjahr, bei dem Kärnten Vorreiter sei. Den Gratis-Kindergarten für Drei- bis Vierjährige könne sich das Land in der jetzigen budgetären Situation aber nicht mehr leisten, gab der Landeshauptmann ehrlich zu. Er ging aber auch auf das gesamtgesellschaftliche Problem ein, das durch einen fatalen internationalen Druck entstanden sei. Einkommen würden in den westlichen Ländern stagnieren, die Preise steigen. "Wir sind in einem starken Wirtschafts- und Sozialwettbewerb. Antworten sind gefragt", betonte Dörfler. Ahnert ergänzte, dass sich viele Eltern gar nicht bewusst seien, dass die Kinder aus ihrem Mittelpunkt gerückt seien.

Andrea Broschwitz, Kindergartenleiterin in Glanhofen, und Lauchard sagten beide, dass sie sich mehr Männer als Betreuungspersonen in den Kindergärten wünschen würden. Das sieht auch der Landeshauptmann so, denn die Erziehung und Betreuung durch beide Geschlechter sei ein Gewinn für die Kinder. Auf entsprechende Wortmeldungen aus dem Saal antwortete er, dass es tatsächlich gelte, die Einkommen in der Kinderbetreuung Schritt für Schritt zu verbessern. Kärnten habe schon vieles optimiert, vor allem stelle man die Kindergartenpädagogik mit der Schulpädagogik gleich: "Bildung beginnt bereits spielerisch im Kindergarten." Auf die großen Kindergruppen und die Situation der Betreuerinnen angesprochen, brachte Dörfler den Vorschlag, dass Dienstgeber, vielleicht auch über Gemeindegrenzen hinweg, einen Personalpool für Urlaubs- oder Krankheitsvertretungen einrichten sollten.

Gerhild Hubmann, die Leiterin der Bildungsabteilung, verwies auf die starken Familienleistungen des Landes. Ihre Abteilung sei von Babygeld, Kinderbetreuung, Mütter bis hin zu den Senioren zuständig. Der Landeshauptmann sagte, dass man in Kärnten die Kinderbetreuung auch in Zukunft stark verändern und verbessern wolle. "Mit Ihnen als Partnerinnen werden wir das schaffen", sagte er zu den anwesenden Kinderbetreuerinnen, denen er für die offene Diskussion und ihr Engagement zur Weiterbildung dankte: "Unsere Kinder sind bei Ihnen in guten Händen."

Auch Ahnert und Broschwitz verwiesen auf die Wichtigkeit von Weiterbildung, unter anderem beim IBB. Broschwitz dankte dem Landeshauptmann, der ein Kindergartenreferent sei, "der sich immer für uns einsetzt". Sie meinte, dass nicht die nur Quantität, also Zeit, wichtig sei, die man für ein Kind aufwende, sondern vor allem die Qualität. "Mütter brauchen kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn sie ihr Kind in eine gute Betreuungseinrichtung geben. Wir machen gute Arbeit", meinte sie.

Vor der Diskussionsrunde hielt Lieselotte Ahnert, die für ihre Bindungsforschungen und Supervisionserfahrungen in der Krippenbetreuung bekannt ist, einen Vortrag. Es ging darum, was ein Kind lernen muss und welche Fähigkeiten es bereits mitbringt. "Der Mensch ist vom ersten Augenblick an sozial und weiß, dass er ein Mensch ist. Er hat ein großes Potential, Beziehungen zu entwickeln", erklärte die Expertin. Organisiert wurde die gut besuchte Veranstaltung von Gerald Salzmann vom IBB, moderiert wurde sie von Martin Weberhofer.

Foto: LPD/Bodner

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