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Bürgerinitiative kämpft für Schließung der Schießanlage in Viktring

Bürgerinitiative kämpft für Schließung der Schießanlage in Viktring. Foto: Privat

Verbotene Gewehrsalven: Ergebnis des Verwaltungsstrafverfahren „bitte warten“?

Bürgerinitiative „Stoppt den Schießlärm in Viktring“ fordert sofortige Schließung der nicht mehr zeitgemäßen Schießanlage und beruft sich auf Gutachten eines renommierten Umweltmediziners. Rechtmäßigkeit der Bescheide werden geprüft.

Wenn vorübergehend für kurze Zeit in einem wunderschönen Ganzjahres-Naherholungsgebiet bei den Viktringer Treimischer Teichen kein unerträglicher „Kriegslärm“ aus Großkaliberwaffen samt Dauerfeuer zu hören ist, hat das mit einer plötzlichen Rücksichtnahme des betreffenden Schießsport-Vereines absolut nichts zu tun! Selbstverständlich wurde und wird auch im Winter geschossen, was das Zeug hält und ohne an die betroffenen und verzweifelten Anrainer zu denken. Aufgrund winterlicher Verhältnisse und der eingerichteten Rodelbahn auf dem Waldweg zur Schießstätte ist nämlich für viele betagten Schützen die Open-Air-Freizeitanlage mit dem Auto durch wunderschönes Landschaftsgebiet kaum erreichbar. Dazu kommt der Lockdown.

Diese für Nachbarn höchst angenehme Feuerpause nützt die Bürgerinitiative „Stoppt den Schießterror in Viktring“, um den Sommer des Vorjahres mit rund 50 veranstaltungsähnlichen lärmerdrückenden Tagen aufzuarbeiten. BI-Sprecher Franz Ahm: „Behörden und Politik müssen doch irgendeinmal reagieren und dürfen die Bürger nicht im Stich lassen! Der SSV hat nicht nur über 10 Jahre rechtswidrig zig öffentliche Schieß-Veranstaltungen abgehalten, sondern im vergangenen Sommer auch wieder etliche Übertretungen der vorliegenden Bescheide begangen! Viktring ist ja kein Kriegsgebiet!“ Der seit Jahren heftig kritisierte Schießverein bzw. dessen Leitung hat nachweislich mehrere Veranstaltungen und wöchentliche Trainings mit Gewehren abgehalten, obwohl im Bescheid eindeutig und ohne Interpretationsspielraum nur von Faustfeuer- und Armbrustwaffen die Rede ist. Die Vereinsverantwortlichen gingen sogar soweit, dass sie „Gewehrschuss-Zeiten“ auf einer „offiziellen“ Tafel bei der völlig veralteten und nicht mehr zeitgemäßen Anlage angebracht haben. Das Schild wurde nach Kritik der BI „still und heimlich entfernt“. Es hagelte im Juni 2020 entsprechende Anzeigen von mehreren Anrainern.

BI-Sprecher Ahm: „Die ganze Causa ist kein Ruhmesblatt für die Behörden. Egal ob Überschreitungen bei den festgelegten Schießzeiten oder eben beim unerlaubten Schießen mit Langwaffen. Die BI hat das Gefühl, dass gewisse zuständige Ämter auf einem Auge blind sind. Nach längerem Zuwarten und vorerst nebulösen Erklärungen der zuständigen Beamtenschaft wurde schlussendlich ein Verwaltungsstrafverfahren eingeleitet – allerdings nur durch die rechtliche Aufklärung der Anrainer!“ Damit hätte sich die Behörde keinen Orden verdient, so Vertreter der BI.

Und was ist eigentlich bisher passiert?
Ahm fassungslos: „Nichts! 7 Monate später gibt es immer noch kein Ergebnis bzw. keinen Strafbescheid, obwohl feststeht, dass die 60 Zentimeter Länge für Faustfeuerwaffen durch die eingesetzten Gewehre weit überschritten worden sind. Sind zuständige Beamte bei Stadt und Land schon im Winterschlaf oder trotz jahrelanger massiver Proteste noch gar nicht aufgewacht? Schilda lässt herzlich grüßen!“ Selbst Leute, die wie der Vereinsobmann nicht in Viktring, sondern in ruhigeren Gegenden wohnen, fragen sich: „Wann ist endlich Schluss mit dem unerhörten Krawall und den auch von der Volksanwaltschaft aufgezeigten zahlreichen Verstößen des Vereines? Gibt es hier eine Freunderlwirtschaft auf Kosten der Anrainer?“  So hat die VA kritisiert, dass der Verein bei der Errichtung der Anlage auf Lärmschutzwände keinen Wert gelegt und gegen Auflagen verstoßen hat (zB verschwundene Bescheide). Nach Rücksprache mit Verwaltungsjuristen zweifelt die BI auch die Rechtmäßigkeit der Bescheide in Summe an. Es wurden 14 Veranstaltungstage als Grenze für die maximale Lärmerträglichkeit gegenüber den Anrainern genehmigt, wohl gemerkt ohne Einbezug des medizinischen Gutachtens – was an sich schon ein großer Missstand ist, wie die Volksanwaltschaft zusätzlich kritisiert. Die dazugehörigen Wettkampftrainings wurden aber einfach außen vorgelassen. „Von der Schießlärmbelastung kommen wir so auf rund 60 veranstaltungsähnliche Tage im Sommer. Wie passt das zusammen? Maximal 14 Tage sind für Körper und Geist laut „Durchrechnung“ der Behörde aushaltbar und die zusätzlichen 45 Veranstaltungstrainings werden einfach durch die selbe Behörde ignoriert unter den Tisch fallen gelassen“, meint Ahm, und weiter „Wir merken von der Frequenz und der Lärmintensität keinen Unterschied zwischen Veranstaltung und den Trainings dazu!“ (im Anhang mehrere Timelines. Nur eine Timeline ist ein offizieller Wettkampf – die anderen sind Trainings). Die Regelverstöße gegen die Schießzeiten werden in Anbetracht der überbordenden Lärmsituation gar nicht mehr kommentiert.

Experten schütteln ebenfalls den Kopf! Seit einem Prozess liegt nämlich ein eindeutiges Top-Gutachten eines internationalen renommierten Umweltmediziners vor, das klar belegt, dass der gemessene Wert der stundenlangen „Ballerei“ eindeutig über längere Zeit krank macht!! Zudem existieren Bodenproben außerhalb des Vereinsgeländes mit erhöhtem Quecksilbergehalt. Die Klagenfurter Stadtsenatsmitglieder sind heute noch äußerst verwundert, dass die Vereinsleitung ein großzügiges Angebot der Stadt– nämlich den Neubau einer völlig schallsicheren Anlage – grundlos abgelehnt hat. Besonders schlimm betroffen ist das Kinder- und Jugendheim Josefinum, das sich unter einer Schallglocke befindet. Im Sommer müssen, wie die Leitern bestätigt, die 100 Mädchen und Buben in das Innere des Gebäudes „flüchten“ und Therapien abgebrochen werden. Beim Schulbetrieb im Josefinum bleiben bei der oft stundenlangen Ballerei die Fenster geschlossen. Auch etliche der Anrainer wohnten schon vor Errichtung der Schießanlage im betroffenen Bereich! Unterschriftenlisten und Proteste gegen die „Lärmbude“ verliefen in den letzten Jahren immer wieder im Sand – und das seit gut 20 (!) Jahren.

Ahm: „Es gibt, wie auch Naturschützer, Wanderer, Jogger, Fischer und wahre Umweltfreunde finden, nur eine echte Lösung – die sofortige Schließung der Alt-Anlage in einem idyllischen Waldstück! Wir wollen unsere Ruhe zurück. Es kann ja nicht eine Freizeitbeschäftigung höher bewertet werden, als das Wohlbefinden Hunderter Anrainer!“

Foto: Privat

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