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Hochsaison im Krankenhaus St. Veit/Glan. Höhepunkt der Grippewelle steht bevor

Erste Untersuchungen finden in der Ambulanz statt. Foto: HF-Pictures

Die Grippewelle rollt Österreich offensichtlich wieder an. In den Ambulanzen und Aufnahmestationen des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder in St. Veit verzeichnet man eine deutliche Frequenzsteigerung. Lange Wartezeiten sowie kurzfristigeTerminänderungen seien laut Abteilungsvorstand Prim. Dr. Franz Siebert derzeit nicht ausgeschlossen.

Durch Grippezeit stark belastet
Jährlich stellen Grippeerkrankungen für Hausärzte, Krankenhausambulanzen und Stationen sowie natürlich  die betroffenen Patienten eine große Herausforderung dar und es kommt durch die große Patientenanzahl zulangen Wartezeiten und Überlastungen. Viele Hauskrankenbesuche verlängern die Arbeitszeiten der Hausärzte um ein Vielfaches und die Krankenhausambulanzen müssen Personal aufstocken. Aufgrund der Grippezeit und vieler Infektionserkrankungen ist die Akutaufnahme am Krankenhaus der BarmherzigenBrüder St. Veit derzeit sehr stark belastet.

Innerhalb der vergangenen drei Wochen wurden 22 positiv gesicherte Influenza A Fälle getestet. Die Betroffenen mussten aufgrund des stark reduzierten Allgemeinzustandes stationär aufgenommen werden. Circa doppelt so viele Patienten wurden klinisch als Grippefälle bewertet und werden zu Hause gesund gepflegt.

Dass sich die Frequenzsteigerung von fast 30-50 Prozent, wie Abteilungsvorstand Prim. Dr. Franz Siebert schätzt, auswirke, sei klar. „Das hohe Patientenaufkommen kann daher zu Wartezeiten führen.“ Siebert weiter: "Die Inanspruchnahme der Ambulanzen ist allgemein in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Nicht nur in unserem Haus."

Längere Wartezeiten
Angesichts der starken Grippewelle rüstet  man sich  im Ordenskrankenhaus St. Veit : „Wir müssen im Bedarfsfall möglichst viel Kapazität freischaufeln, und dies kann sogar bedeuten dass wir geplante Eingriffe verschieben müssen“, so Siebert. „Auch wir müssen in diesem Zusammenhang um Verständnis bitten wenn es zu überlangen Wartezeiten in den Ambulanzen, Aufnahmestationen etc. kommt und der eine oder andere Patient auch gar nicht im Krankenhaus aufgenommen werden kann bzw. Aufnahmetermine abgesagt werden müssen.“
Trotzdem müsse man in der Situation den "dringenden Appell" an die Patienten richten, zunächst niedergelassene Ärzte aufzusuchen. Diese könnten klären, ob eine stationäre Versorgung notwendig ist.

Großer Aufwand um Ansteckungen zu vermeiden
Da die Grippeerkrankung (eine Viruserkrankung) auch sehr ansteckend ist, steigt auch das Risiko, dass Ärzte und Pflegepersonal sowie Patienten im Wartebereich aber auch  Familienangehörige ebenfalls angesteckt werden. „Aus diesem Grunde sind im Krankenhaus Isoliermaßnahmen nötig, um nicht weitere stationäre Patienten zu gefährden“, betont der Abteilungsvorstand. Die entsprechenden Hygiene- und Schutzmaßnahmen bedeuten einen pflegerischen großen Aufwand. Durch die Isoliermaßnahmen auf den Krankenstationen kann es sogar vorkommen, dass einzelne Stationen für andere nicht betroffene Patienten gesperrt werden müssen und nicht absolut krankenhausbedürftige Patienten nicht stationär aufgenommen werden können. Um die Behandlung von Notfällen zu gewährleisten, werden zudem Patienten nach Möglichkeit vorzeitig entlassen. „Dass dies für alle Betroffenen nicht immer lustig ist, ist verständlich, aber es muss imSinne der Gemeinschaft dafür immer wieder um Verständnis gebeten werden“, beteuert Prim. Dr. Franz Siebert, Vorstand der Abteilung für Innere Medizin.

Anzeichen für eine Grippe
Doch wie erkennt man eine „echte Grippe“? Prim. Dr. Franz Siebert erklärt: „Im Gegensatz zu einer normalen Verkühlung mit Schnupfen, Halsschmerzen, leichtem Fieber tritt die echte Grippe eher plötzlich auf mit hohem Fieber, Muskelschmerzen evtl. auch Husten und ausgeprägtem Krankheitsgefühl.“ Die Grippe ist keine einzelne Viruserkrankung, sondern es gibt vielfache Grippeviren wie u.a. Influenza A, Influenza B, H1N1-Virusstämme.

Vorsorge Grippeimpfung
Die Grippeimpfung stellt nach wie vor die effektivste Vorsorge vor dieser Erkrankung dar und ist vor allem Menschen in Gesundheitsberufen, Alters- und Pflegeheimen, Lehrberufen, Kindergärten sowie allen anderen Berufen mit vielfachem Personenkontakt zu empfehlen. Versuchen Sie körperlichen Kontakt bei z.B. größeren Menschenansammlungen zu vermeiden. Bei Menschen mit chronischen Erkrankungen, wie z.B. chronischen Lungenerkrankungen oder Patienten mit Erkrankungen, die allgemein das Immunsystem betreffen, sollten unbedingt prophylaktische Impfungen durchgeführt werden. Noch gibt es keine Entwarnung, aber nach der Erfahrung der letzten Jahre sollte die Zahl der Grippefälle in den kommenden Wochen zurückgehen.

Expertentipp: Prim. Dr. Franz Siebert

Internist warnt: Eine Grippe niemals verschleppen
Bleiben Sie möglichst bis zur vollständigen Genesung zu Hause und behandeln Sie Ihre Erkrankung in Absprache mit dem Hausarzt. Auch zu Hause sind Hygienemaßnahmen, um möglichst wenige Familienangehörige anzustecken, zu empfehlen. Dies beginnt bei virustauglichen Desinfektionsmitteln, vor allem für die Händedesinfektion, der Vermeidung von körperlichen Kontakten, die adäquate Entsorgung von Taschentüchern etc. Ergänzend rate ich zu körperlicher Schonung, der Einnahme vitaminreicher  warmer Getränke, höher dosiertes Vitamin C, fiebersenkende Medikamente und „alte Hausmittel“.

Bei Hinweisen für das Auftreten einer Komplikation der Grippeerkrankung, insbesondere Lungenentzündungen, Herzmuskelentzündungen, sollen Betroffene Rücksprache mit dem Hausarzt bezüglich einer Krankenhauseinweisung halten. Bei Patienten aus sogenannten Risikogruppen ( zB „immungeschwächte“ Personen kann auch eine Behandlung mit Tamiflu begonnen werden um zumindest die Erkrankung abzuschwächen.

Foto: HF-Pictures

Presseaussendung von: Agentur Katja kommt

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