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BirdLife: Aufruf zur großen österreichweiten Wintervogelzählung vom 3.- 6. Jänner 2015

Presseaussendung von: BirdLife

Schnee und Kälte bringt auch nordische Wintergäste ans Futterhaus. Die Vogelschutzorganisation BirdLife lädt zur alljährlichen österreichweiten Wintervogelzählung: Alle Naturfreunde sind aufgerufen an einem der vier Tage vom 3. bis 6. Jänner für eine Stunde die Vögel zu zählen. Einhergehend mit dem Wintereinbruch der letzten Tage dürften die Vogelfans heuer mit einem regen Ansturm von Meisen, Amseln, Finken und Co am Futterhäuschen rechnen. Neben den Standvögeln die das ganze Jahr bei uns bleiben, werden zusätzliche aber auch Wintergäste wie beispielsweise Bergfinken zu beobachten sein, die aus dem noch kälteren Norden und Osten nach Mitteleuropa ziehen.

BirdLife: Aufruf zur großen österreichweiten Wintervogelzählung vom 3.- 6. Jänner 2015. Am Foto ein Rotkehlchen. Foto: BirdLife/Mike Lane/rspb-images.com

Mitzählen kann jeder, der die Kohlmeise vom Rotkehlchen unterscheidet. Zur eindeutigen Bestimmung der gefiederten Freunde können schnell Entschlossene sich jetzt noch ein Faltblatt mit Abbildungen der häufigsten Vogelarten zuschicken lassen (Tel: 01/522 22 28). Die Zählergebnis können dann auch per online-Eingabe abgegeben werden (www.birdlife.at).
Ziel der Aktion ist es Erkenntnisse über das Vorkommen der Vogelarten zu gewinnen: Wo kommen sie vor, wo sind sie häufig und wo selten geworden, wie wirkt sich der Klimawandel auf die Wintervögel aus? Daher ist auch das Festhalten von keinem gesichteten Vogel wichtig, so die Experten von BirdLife.

„Je genauer wir über diese Fragen Bescheid wissen, desto besser können wir uns für den Schutz der Vögel stark machen, so Gerald Pfiffinger, Geschäftsführer von BirdLife Österreich. Insgesamt kann man im Winterhalbjahr mit rund 155 Vogelarten in Österreich rechnen. All diese Arten sind an die klimatischen Bedingungen des mitteleuropäischen Winters angepasst und grundsätzlich in der Lage auch ohne menschliches Zutun zu überwintern. Pfiffinger: „Bei anhaltenden starkem Frost und geschlossener Schneedecke sollte dennoch gefüttert werden. Je kleiner der Vogel desto größer der Hunger, da vor allem die kleine Vogelarten wie Meisen oder Sperlinge keine Fettreserven anlegen können. Ein zusätzliches Nahrungsangebot für unsere daheim gebliebenen Vögel oder auch Wintergäste aus dem Norden kann daher lebensrettend sein.“ Spätestens mit dem einsetzenden Winter sollte man daher mit der Fütterung beginnen. Die davon angelockten gefiederten Gäste bringen nicht nur Leben in die winterlich stillen Gärten, sie sorgen auch für gute Unterhaltung beim Beobachten durchs Fenster.

Gimpel und Haussperling weniger forsch wie Kohlmeise
Wer bereits Ende November das Futterhäuschen im Garten aufgehängt und regelmäßig befüllt hat, wird auch die eher vorsichtigen und zurückhaltenden Vogelarten wie Kleiber, Gimpel und Haussperling beobachten können. Nicht alle Vogelarten nähern sich einer neuen Futtersäule so vertrauensvoll und häufig wie die Kohlmeise. Spatzen gehen strategisch vor: Erst wenn die Nahrungsquelle von einem einzelnen Spatz für gut befunden wurde, werden die Artgenossen herbeigerufen. Das Rotkehlchen beansprucht als Einzelkämpfer auch im Winter sein eigenes Revier und erscheint daher meistens nur einzeln am Futterhaus.

Wird die Kohlmeise bei der diesjährigen „Stunde der Wintervögel“ getoppt?

Mit der Zählung wird sich zeigen, ob die Kohlmeise weiterhin den ersten Platz unter den Top 20 Vogelarten am Futterhaus halten kann. Spannend bleibt auch, ob die Amsel den Feldsperling vom dritten Platz verdrängen wird? Im Vorjahr haben mehr als 4500 Vogelbeobachter 112052 Vögel gezählt. Wobei die Steirer und Niederösterreich als die fleißigsten Vogelzähler hervorgegangen sind.

Vermeiden von Doppelzählungen: die höchste Anzahl der gleichzeitig gesichteten Vogelart notieren

Im Mittelpunkt der Aktionen stehen ganz bewusst die häufigeren und leicht erkennbaren Vögel rund um Haus und Garten. Daher sollten nur die Vögel im Siedlungsraum oder rund ums Haus und nicht im Wald oder auf dem offenen Feld gezählt werden. Notiert wird von jeder Art die jeweils gleichzeitig beobachtete höchste Anzahl, die im Laufe einer Stunde gezählt wird. Sollte kein Vogel auftauchen, gilt auch „keinen Vogel gesehen“ als wichtige Meldung. An welchem der vier Tage (3.-6.1.) und zu welcher Stunde man zählt, bleibt den VogelbeobachterInnen selbst überlassen. Die Beobachtungen können bei BirdLife Österreich per Post (Museumsplatz 1/10/8, 1070 Wien) oder einfach im Internet (www.birdlife.at) gemeldet werden. Unter den TeilnehmerInnen werden außerdem wertvolle Preise verlost. Einsendeschluss ist der 13. Januar 2015.

Foto: BirdLife/Mike Lane/rspb-images.com

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