Zum Event- und Veranstaltungskalender

Corona Hotline

Fischotter und Mölltaler Gletscher: Keine faulen Kompromisse auf Kosten der Natur

Fischotter und Mölltaler Gletscher: Keine faulen Kompromisse auf Kosten der Natur. Foto: Grüne Kärnten

Nur die Grünen treten für den Naturschutz ein

Klagenfurt (23.02.2018) - Die heftigen Diskussionen rund um den Mölltaler Gletscher und den Fischotterabschuss zeigen, wie wichtig es ist, dass mit den Grünen eine Partei im Landtag sitzt, die für Umwelt- und Naturschutz eintritt. Ohne Grüne im Landtag droht die totale Betonierung Kärntens - und der Verlust seltener Arten“, warnt Umweltlandesrat Rolf Holub. „Für ÖVP und FPÖ scheint der Naturschutz überhaupt keine Rolle zu spielen, und auch die SPÖ macht faule Kompromisse auf Kosten der Natur.  Erst wenn der letzte Quadratmeter Kärntens mit Pisten, Straßen und Appartmentbauten verschandelt ist, erst wenn alle Fischotter, Biber, Raben, Kormorane, Bären, Luchse und Wölfe erschossen sind, werden die anderen Parteien erkennen, dass die Natur nicht erneuerbar ist und man landschaftliche Schönheit nicht kaufen kann.“

Holub stellt klar: „Fischotter-Abschuss – nicht mit uns Grünen!“
„Die von FP-Landesrat Gernot Darmann beabsichtigte Tötung von 43 Fischottern pro Jahr verstößt gegen Natur- und Tierschutz und ist überdies EU-rechtswidrig. Ich werde daher als mitzuständiger Landesrat der von Darmann geplanten Einbringung der Fischotter-Abschuss-Verordnung als Tagesordnungspunkt für die Landesregierungssitzung am Dienstag nicht zustimmen“, erklärt der Grüne Umweltlandesrat Rolf Holub.

„Die von der Landesregierung in Auftrag gegebene Fischotter-Monitoring-Studie ist unseriös“, erklärt der grüne Landtagsabgeordnete Michael Johann. „Wir haben die Meinung unabhängiger Wissenschaftler eingeholt, die die angewandte Methodik, Fischotter-Kotproben mittels Gentest zu vergleichen, als äußerst unsicher bezeichnen.  Die Studie hat bei 287 eingesendeten Fischotterkotproben 154 Individuen festgestellt. Diese Zahl könnte aber aufgrund der methodischen Probleme deutlich geringer sein. Die 154 Fischotter wurden vom Studienautor mittels einer noch nie bei Kotproben angewandten Schätzmethode auf 361 Tiere hochgerechnet – die Schätzmethode CAPWIRE führt aber regelmäßig zu Überschätzungen des Bestands sagen die Wissenschaftler und ziehen den Schluss, dass mit ziemlicher Sicherheit weitaus weniger Fischotter als die angegebenen 361 Tier die Kärntner Flüsse und Bäche bevölkern.“

Mehrere renommierte Umweltorganisationen wie der WWF (Worldwide Fund for Nature)und der Naturschutzbund sowie die Naturschutzabteilung des Landes haben kritische Stellungnahmen zur Fischotterverordnung im äußerst knapp gehaltenen Konsultationsprozess abgegeben. Der WWF weist darauf hin, dass der Erhaltungszustand des Fischotters in der alpinen Region Österreichs als ungünstig eingestuft wird und die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU somit keinen Abschuss zulässt. Auch der frühere Direktor des Schönbrunner Zoos Helmut Pechlaner wendet sich gegen den Abschuss des Fischotters und argumentiert, dass Otterweibchen in ihrem Leben nur wenige Junge aufziehen und beim Abschuss von Otterweibchen allein gelassene Jungtiere im Bau verhungern würden. Diese Stellungnahmen wurden von den Juristen des Landes nicht berücksichtigt, ganz im Gegenteil, die Schutzzone rund um Schutzgebiete wurde von 500 auf 250 Meter verringert.

„Der Fischotter kann Fischpopulationen nicht ausrotten, denn dann müsste er selber verhungern. Otter und Fische stehen in der Natur in einem ökologischen Gleichgewicht. Für den Rückgang der Fischpopulation gibt es viele Ursachen, unter anderem den Klimawandel, Extremhochwässer, abnormal hohe Wassertemperaturen, das Insektensterben oder ausgeräumte Gewässer. Der Rückgang der Fischpopulation ist bereits seit 1996 zu verzeichnen. Auch in der fischotterfreien Schweiz sind im selben Zeitraum die Fischpopulationen zurückgegangen“, weiß Johann.

Die wirksamste Methode zur Verhinderung von Schäden durch Fischotter ist nach einhelliger Meinung der Experten die Zäunung von Fischteichen. Die Steiermark hat mit der Förderung der Zäunung von Fischteichen sehr gute Erfahrungen gemacht. Nur wenn auf allen Ebenen effektiv gesteuert wird, kann es gelingen, die Fischpopulationen wieder auf ein höheres Niveau zu bringen“, schließt Johann.

Grüne/Holub: „Mölltaler Gletscher: Kärntens Natur ist nicht verhandelbar!“
„Der Bau von Liften und Piste quer durch die Naturschutzgebiete Wurten-West und Kleinfragant ist mit dem Naturschutzgedanken nicht vereinbar und kommt für uns Grüne nicht in Frage“, zeigt sich der grüne Naturschutzlandesrat Rolf Holub zur Ankündigung von VP-Klubobmann Hueter betreffend Mölltaler Gletscher empört. „Es ist unglaublich, dass die ÖVP einen Rechtsbruch zur Koalitionsbedingung machen will!“

„Das Lift- und Pistenprojekt ist im Gegensatz zum ebenfalls geplanten Hotelprojekt nicht genehmigungsfähig, weil es dem Kärntner Naturschutzgesetz und der Alpenkonvention widerspricht. Bestehende Naturschutzgebiete müssten für das Projekt aufgehoben werden. Die geplante Piste würde über weite Strecken über Almen mit geschützten Tier- und Pflanzenarten führen und einem geologisch labilen Rutschhang folgen, der technisch nicht beherrschbar wäre und auch den Kelag-Speichersee Haselstein gefährden. Doch die ÖVP will diese Fakten nicht zur Kenntnis nehmen“, zeigt sich Holub entsetzt über das mangelnde Umweltbewusstsein der ÖVP. Das Projekt Mölltaler Gletscher findet auch bei den Almbauern in der Kleinfragant kritische Stimmen. So meldeten sich besorgte Grundeigentümer aus der Kleinfragant bei den Grünen und baten uns um Unterstützung.

Am meisten verwundert es den Spitzenkandidaten im Wahlkreis West, Sebastian Glanzer, dass die selbsternannte “Law-And-Order-Partei” ÖVP demokratische Prinzipien wie Rechtsstaatlichkeit selbst nicht beachtet. „Ich selbst bin in Oberkärnten aufgewachsen und kenne jeden Winkel auf dem Mölltaler Gletscher. Es macht mich unfassbar traurig, dass die Betoniererparteien ÖVP und FPÖ selbst vor diesem Naturschutzjuwel nicht halt machen wollen. Nur die Grünen vertreten konsequent die Interessen des Naturschutzes. Als junger Mensch liegt es mir besonders am Herzen, dass unsere Kärntner Natur, unsere Lebensgrundlage, auch für mich und meine Kinder erhalten bleibt. Ich will nach dem Ende meines Studiums gern in meine Heimat zurückkehren, weil die Lebensqualität dort sehr hoch ist, nicht trotz der schönen Natur, sondern wegen der schönen Natur. Was wir Jungen in der Region dringend brauchen, sind nachhaltige Ganzjahresarbeitsplätze. Was wir nicht brauchen, sind saisonale Billigarbeitsplätze auf Kosten der Natur.“

Foto: Grüne Kärnten

Presseaussendung von: Grüne Kärnten

Nach oben

Events- und Veranstaltungen  Monatsübersicht  Event- und Veranstaltungskalender

Übersicht Veranstaltungen:  Mai 2020 | April 2020 | März 2020 | Februar 2020 | Jänner 2020 | Dezember 2019 | November 2019 | Oktober 2019 | September 2019 | August 2019 | Juli 2019 | Juni 2019 | Mai 2019 | April 2019 | März 2019 | Februar 2019 | Jänner 2019 | Dezember 2018 | November 2018 | Oktober 2018 | September 2018 | August 2018 | Juli 2018 | Juni 2018 | Mai 2018 | April 2018 | März 2018 | Februar 2018 | Jänner 2018 | Dezember 2017 | November 2017 | Oktober 2017 | September 2017 | August 2017 | Juli 2017 | Juni 2017 | Mai 2017 | April 2017 | März 2017 | Februar 2017 | Jänner 2017 | Dezember 2016 | November 2016 | Oktober 2016 | September 2016 | August 2016 | Juli 2016 | Juni 2016 | Mai 2016 | April 2016 | März 2016 | Februar 2016 | Jänner 2016 | Dezember 2015 | November 2015 | Oktober 2015 | September 2015 | August 2015 | Juli 2015 | Juni 2015 | Mai 2015 | April 2015 | März 2015 | Februar 2015 | Jänner 2015 | Dezember 2014 | November 2014 | Oktober 2014 | September 2014 | August 2014 | Juli 2014 | Juni 2014 | Mai 2014 | April 2014 | März 2014 | Februar 2014 | Jänner 2014 | Dezember 2013 | November 2013 | Oktober 2013 | September 2013 | August 2013 | Juli 2013 | Juni 2013 | Mai 2013 | April 2013 | März 2013 | Februar 2013 | Jänner 2013 | Dezember 2012 | November 2012 | Oktober 2012 | September 2012 | August 2012 | Juli 2012  | Juni 2012 | Mai 2012 | April 2012 | März 2012 | Februar 2012 | Jänner 2012 | Dezember 2011 | November 2011 | Oktober 2011 | September 2011 | August 2011 | Juli 2011 | Juni 2011 | Mai 2011 | April 2011 | März 2011 | Februar 2011 | Jänner 2011 | Dezember 2010 | November 2010 | Oktober 2010 | September 2010 | August 2010 | Juli 2010 | Juni 2010 | Mai 2010 | April 2010 | März 2010 | Februar 2010Jänner 2010 | Dezember 2009 | November 2009 | Oktober 2009 | September 2009 | August 2009 | Juli 2009 | Juni 2009 | Mai 2009 | April 2009 | März 2009 | Februar 2009 | Jänner 2009 | Dezember 2008 | November 2008 | Oktober 2008September 2008 | August 2008 | Juli 2008 | Juni 2008 | Mai 2008 | April 2008 | 1. Quartal 20082007 |           

Übersicht aktuelle Pressemeldungen aus Kärnten: Mai 2020 | April 2020 | März 2020 | Februar 2020 | Jänner 2020 | Dezember 2019 | November 2019 | Oktober 2019 | September 2019 | August 2019 | Juli 2019 | Juni 2019 | Mai 2019 | April 2019 | März 2019 | Februar 2019 | Jänner 2019 | Dezember 2018 | November 2018 | Oktober 2018 | September 2018 | August 2018 | Juli 2018 | Juni 2018 | Mai 2018 | April 2018 | März 2018 | Februar 2018 | Jänner 2018 | Dezember 2017 | November 2017 | Oktober 2017 | September 2017 | August 2017 | Juli 2017 | Juni 2017 | Mai 2017 | April 2017 | März 2017 | Februar 2017 | Jänner 2017 | Dezember 2016 | November 2016 | Oktober 2016 | September 2016 | August 2016 | Juli 2016 | Juni 2016 | Mai 2016 | April 2016 | März 2016 | Februar 2016 | Jänner 2016 | Dezember 2015 | November 2015 | Oktober 2015 | September 2015 | August 2015 | Juli 2015 | Juni 2015 | Mai 2015 | April 2015 | März 2015 | Februar 2015 | Jänner 2015 | Dezember 2014 | November 2014 | Oktober 2014 | September 2014 | August 2014 | Juli 2014 | Juni 2014 | Mai 2014 | April 2014 | März 2014 | Februar 2014 | Jänner 2014 | Dezember 2013 | November 2013 | Oktober 2013 | September 2013 | August 2013 | Juli 2013 | Juni 2013 | Mai 2013 | April 2013 | März 2013 | Februar 2013 | Jänner 2013 | Dezember 2012 | November 2012 | Oktober 2012 | September 2012 | August 2012 | Juli 2012  | Juni 2012 | Mai 2012 | April 2012 | März 2012 | Februar 2012 | Jänner 2012 | Dezember 2011 | November 2011 | Oktober 2011 | September 2011 | August 2011 | Juli 2011 | Juni 2011 | Mai 2011 | April 2011 | März 2011 | Februar 2011 | Jänner 2011 | Dezember 2010 | November 2010 | Oktober 2010 | September 2010 | August 2010 | Juli 2010 | Juni 2010 | Mai 2010 | April 2010 | März 2010 | Februar 2010Jänner 2010 | Dezember 2009 | November 2009 | Oktober 2009 | September 2009 | August 2009 |

Klagenfurt Bilder

Frauenportal

Tierheim Klagenfurt: Hunde | Katzen | Kleintiere | Vermisste- und Fundtiere

Das freie Wort

Interviews und Reportagen

Soziale Einrichtungen in Kärnten

Vereine in Klagenfurt

Sportveranstaltungen in Klagenfurt

Kunst und Kultur

Theater und mehr

Mein Klagenfurt mitgestalten

Charity und Hilfsprojekte 

Branchen Klagenfurt

Mein Klagenfurt Gästebuch

Online-Werbung

Mein Klagenfurt wird bereitgestellt von TYPO3 Webdesign www.dika.at

Nach oben

32

SPÖ Klagenfurt

Hilfswerk Kärnten

Kinder-Stipendium ermöglicht beitragsfreie Kinderbetreuung

Friseur Wilhelmer Klagenfurt

ENTLAUFENE UND ZUGELAUFENE TIERE