Zum Event- und Veranstaltungskalender

Mehr Klarheit für Veranstalter

Belästigung: Warum ein „Ja“ manchmal ein „Nein“ ist

Manchmal heißt „ja“ eigentlich „nein“, und zwar dann, wenn eine Frau Angst vor einem Mann haben muss. Foto: Screenshot/YouTube
Belästigung: Warum ein „Ja“ manchmal ein „Nein“ ist

Da jetzt jeden Tag ein neuer Promi der sexuellen Belästigung oder gar Vergewaltigung bezichtigt wird, müssen wir mal ein paar wichtige Punkte klarstellen: Eine Belästigung ist keine Vergewaltigung, ein Vorwurf ist keine Tatsache und ein „Nein“ ist ein „Nein“. Klingt selbstverständlich, ist es aber nicht mehr. Einerseits haben viele Männer immer noch nicht begriffen, dass man Frauen nicht ohne deren ausdrückliche Zustimmung betatschen oder mit schlüpfrigen Bemerkungen eindecken darf. Andererseits scheint die Unschuldsvermutung außer Kraft gesetzt worden zu sein und allein der Vorwurf, jemand habe, oft schon vor Jahrzehnten, einen anderen Menschen belästigt, reicht aus, um Schauspieler-Karrieren zu beenden und Politiker in den Rücktritt zu treiben. Ein aktuelles Beispiel: Der amerikanische Komiker Louis C.K. wurde von mehreren Frauen beschuldigt, sich vor ihnen entblößt und dann an sich herumgespielt zu haben. Die Strafe folgte auf dem Fuß: Netflix sagte ein geplantes Comedy-Special ab, mehrere Fernsehsender beendeten ihre Zusammenarbeit mit dem Comedian und ein fertig gedrehter Spielfilm mit ihm verschwindet im Giftschrank. Dabei hat er, anders als viele andere, sofort zugegeben, dass die Vorwürfe stimmen. Er halte das mittlerweile für „unverzeihlich“, so Louis C.K. In einer Stellungnahme. Das Problem dabei: Er hatte die Frauen zuvor ausdrücklich um deren Erlaubnis gefragt und die hatten „ja“ gesagt. Wenn aber viele Jahre später aus dem „Ja“ rückwirkend ein „Nein“ wird, bricht dann nicht der Boden ein, auf dem Männer und Frauen miteinander tanzen?

So einfach ist die Sache nicht. Viele Frauen trauen sich gar nicht, „nein“ zu sagen, wenn sie es mit einem berühmten, reichen und/oder mächtigen Mann zu tun haben. Wenn dieser Mann darüber entscheiden kann, ob man morgen noch einen Job hat, ist ein „Nein“ nämlich nicht so einfach, wie manche denken. Und hier kommen wir dem eigentlichen Problem näher. Das besteht nicht darin, dass Männer halt Schweine wären. Die Machtverhältnisse sind es, mit denen Sexismus steht oder fällt. Solange Frauen in Politik und Wirtschaft unterrepräsentiert sind, wird es auch strukturelle Benachteiligung und sexuelle Übergriffe geben, da manche Männer ihre stärkere Position ausnützen. Die derzeitige #metoo-Kampagne ist extrem wichtig, weil sie die Ausmaße des Problems aufzeigt, aber nur mit moralischer Entrüstung werden wir die Verhältnisse nicht nachhaltig ändern können. Wer wirklich will, dass die täglichen Belästigungen und Übergriffe aufhören, muss für eine Gesellschaft eintreten, in der die Hälfte der Bevölkerung auch die Hälfte der Macht hat. Das heißt konkret: Es braucht überall eine 50:50-Quote. Ob in Politik, Justiz, Polizei, Wirtschaft – Frauen sollten überall zu mindestens 50 Prozent vertreten sein. Erst dann wird Schluss sein mit der systematischen Benachteiligung von Frauen, erst dann werden Frauen so viel Selbstsicherheit und Unabhängigkeit haben, dass sie im Falle eines Annäherungsversuches nicht erst überlegen müssen, ob ein „Nein“ ihnen schaden könnte.

Das wäre auch für Männer ein Fortschritt. Denn Männer sind nicht allzu gut darin, subtile Zeichen zu deuten und zwischen den Zeilen zu lesen. Nur wenn Männer sicher sein können, dass „ja“ auch wirklich „ja“ heißt, kriegen sie die Sicherheit, die nicht nur Frauen, sondern auch Männer verdienen.

Kontakt: redaktion(at)mein-klagenfurt.at

Zurück zur Übersicht

Nach oben

Events- und Veranstaltungen  Monatsübersicht  Event- und Veranstaltungskalender

Übersicht Veranstaltungen: November 2017 | Oktober 2017 | September 2017 | August 2017 | Juli 2017 | Juni 2017 | Mai 2017 | April 2017 | März 2017 | Februar 2017 | Jänner 2017 | Dezember 2016 | November 2016 | Oktober 2016 | September 2016 | August 2016 | Juli 2016 | Juni 2016 | Mai 2016 | April 2016 | März 2016 | Februar 2016 | Jänner 2016 | Dezember 2015 | November 2015 | Oktober 2015 | September 2015 | August 2015 | Juli 2015 | Juni 2015 | Mai 2015 | April 2015 | März 2015 | Februar 2015 | Jänner 2015 | Dezember 2014 | November 2014 | Oktober 2014 | September 2014 | August 2014 | Juli 2014 | Juni 2014 | Mai 2014 | April 2014 | März 2014 | Februar 2014 | Jänner 2014 | Dezember 2013 | November 2013 | Oktober 2013 | September 2013 | August 2013 | Juli 2013 | Juni 2013 | Mai 2013 | April 2013 | März 2013 | Februar 2013 | Jänner 2013 | Dezember 2012 | November 2012 | Oktober 2012 | September 2012 | August 2012 | Juli 2012  | Juni 2012 | Mai 2012 | April 2012 | März 2012 | Februar 2012 | Jänner 2012 | Dezember 2011 | November 2011 | Oktober 2011 | September 2011 | August 2011 | Juli 2011 | Juni 2011 | Mai 2011 | April 2011 | März 2011 | Februar 2011 | Jänner 2011 | Dezember 2010 | November 2010 | Oktober 2010 | September 2010 | August 2010 | Juli 2010 | Juni 2010 | Mai 2010 | April 2010 | März 2010 | Februar 2010Jänner 2010 | Dezember 2009 | November 2009 | Oktober 2009 | September 2009 | August 2009 | Juli 2009 | Juni 2009 | Mai 2009 | April 2009 | März 2009 | Februar 2009 | Jänner 2009 | Dezember 2008 | November 2008 | Oktober 2008September 2008 | August 2008 | Juli 2008 | Juni 2008 | Mai 2008 | April 2008 | 1. Quartal 20082007 |           

Übersicht aktuelle Pressemeldungen aus Kärnten: November 2017 | Oktober 2017 | September 2017 | August 2017 | Juli 2017 | Juni 2017 | Mai 2017 | April 2017 | März 2017 | Februar 2017 | Jänner 2017 | Dezember 2016 | November 2016 | Oktober 2016 | September 2016 | August 2016 | Juli 2016 | Juni 2016 | Mai 2016 | April 2016 | März 2016 | Februar 2016 | Jänner 2016 | Dezember 2015 | November 2015 | Oktober 2015 | September 2015 | August 2015 | Juli 2015 | Juni 2015 | Mai 2015 | April 2015 | März 2015 | Februar 2015 | Jänner 2015 | Dezember 2014 | November 2014 | Oktober 2014 | September 2014 | August 2014 | Juli 2014 | Juni 2014 | Mai 2014 | April 2014 | März 2014 | Februar 2014 | Jänner 2014 | Dezember 2013 | November 2013 | Oktober 2013 | September 2013 | August 2013 | Juli 2013 | Juni 2013 | Mai 2013 | April 2013 | März 2013 | Februar 2013 | Jänner 2013 | Dezember 2012 | November 2012 | Oktober 2012 | September 2012 | August 2012 | Juli 2012  | Juni 2012 | Mai 2012 | April 2012 | März 2012 | Februar 2012 | Jänner 2012 | Dezember 2011 | November 2011 | Oktober 2011 | September 2011 | August 2011 | Juli 2011 | Juni 2011 | Mai 2011 | April 2011 | März 2011 | Februar 2011 | Jänner 2011 | Dezember 2010 | November 2010 | Oktober 2010 | September 2010 | August 2010 | Juli 2010 | Juni 2010 | Mai 2010 | April 2010 | März 2010 | Februar 2010Jänner 2010 | Dezember 2009 | November 2009 | Oktober 2009 | September 2009 | August 2009 |

Klagenfurt Bilder

Frauenportal

Tierheim Klagenfurt: Hunde | Katzen | Kleintiere | Vermisste- und Fundtiere

Das freie Wort

Interviews und Reportagen

Soziale Einrichtungen in Kärnten

Vereine in Klagenfurt

Sportveranstaltungen in Klagenfurt

Kunst und Kultur

Theater und mehr

Mein Klagenfurt mitgestalten

Charity und Hilfsprojekte 

Branchen Klagenfurt

Mein Klagenfurt Gästebuch

Online-Werbung

Mein Klagenfurt wird bereitgestellt von TYPO3 Webdesign www.dika.at

Nach oben

20

Das Weihnachtserlebnis für die ganze Familie. 18. November bis 31. Dezember 2017

Landmaschinen kostenlos inserieren

Die GRÜNEN im Kärntner Landtag

Klagenfurt, die Weihnachtsstadt

Moosburg macht munter

Marktgemeinde Ebenthal in Kärnten

ENTLAUFENE UND ZUGELAUFENE TIERE

FACEBOOK

Trachtenhaus Strohmaier Weitensfeld der Gurktaler Kärntner Tracht

Massageausbildung in Klagenfurt Kneipp Akademie

SPÖ Klagenfurt

Die Grünen - Gemeinderatsclub Klagenfurt

Hilfswerk Kärnten

Jetzt Gastmitglied werden!

Friseur Wilhelmer Klagenfurt

KT1

VerhackArt

ENTLAUFENE UND ZUGELAUFENE TIERE