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Kärnten-Wahl – SPÖ will u.a. mit Sportstudium Kärnten zum „Land der klügsten Köpfe“ machen

SPÖ will u.a. mit Sportstudium Kärnten zum „Land der klügsten Köpfe“ machen. Foto: KK

LH Kaiser, GÖD-Vors. Sandrieser, Pädagogin Patterer und Rektor Vitouch präsentierten Maßnahmen zur Aus- und Weiterbildung aus SPÖ-Wahlprogramm. Zahlreiche Neuerungen von elementaren bis zum tertiären Bildungsbereich.

Mit einem österreichweit einzigartigen Sportstudium an der Alpen Adria Universität in Klagenfurt soll Kärnten ein Alleinstellungsmerkmal im Bereich der Bildungsangebote erhalten. Präsentiert wurde das Konzept dazu heute im Rahmen des zweiten Teils der SPÖ-Wahlprogrammpräsentation von SPÖ-Landesparteivorsitzendem Landeshauptmann Peter Kaiser gemeinsam mit dem Rektor der Alpen Adria Universität, Oliver Vitouch, der als Experte teilnahm, sowie den beiden SPÖ-Kandidaten zur Landtagswahl, GÖD-Vorsitzendem Stefan Sandrieser und der Hermagorer Volksschullehrerin Christina Patterer.

„Mit dem neuen Sportstudium – in einem ersten Schritt soll ab 2020 ein Lehramtsstudium angeboten werden – wollen wir das Studienangebot in Kärnten interessanter machen, umso mehr Kärntnerinnen und Kärntner zum Studieren und zum Verbleib im eigenen Bundesland ebenso zu motivieren, wie Interessierte außerhalb Kärntens gewinnen“, erklärt Kaiser, der auch auf die Realisierung der Gustav-Mahler-Privatuniversität für Musik verwies. Langfristig, können sowohl er, als auch Vitouch sich eine Verknüpfung mit beispielsweise BWL und Studienrichtungen wie Sport- und Eventmanagement, Sportjournalismus oder Sportpsychologie vorstellen.

Das Thema Bildung sei ein ganz zentrales und wichtiges nicht nur für die Sozialdemokratie, sondern auch für Kärnten und seine Zukunft. Daher werde es, so Kaiser, auch breiten Platz in einem zukünftigen Regierungsprogramm einnehmen.

Hinter dem Titel „Land der klügsten Köpfe“ befinde sich neben der geistigen, sozialen, kreativen und emanzipatorischen Intelligenz auch jene der digitalen. „Diese Voraussetzungen sind für ein späteres Berufsleben unverzichtbar“, unterstrich Kaiser. Wesentliche Voraussetzungen, Kärnten zum Land der klügsten Köpfe zu machen, wurden bereits in der laufenden Legislaturperiode geschaffen. „Wir haben im Kärntner Schulgesetz verankert, dass jede Gemeinde, bis zu einer Anzahl von zehn SchülerInnen, der Standort gewährleistet wird. Mit dem Schulstandortkonzept forcieren wir Bildungszentren, in denen wir von der Elementarpädagogik bis hin zur Oberstufe alles unter einem Dach anbieten“, so Kaiser, der darauf hinweist, dass dort auch das gemeinschaftliche Leben abseits des täglichen Schulunterrichts, wie Musikschulunterricht, kulturellen Einrichtungen aber auch das Projekt Sportverein trifft Schule, gelebt werden soll. Eine weitere Basis bietet das Berufsschulkonzept für Kärnten. Dieses ermöglicht eine gleichwertige Ausbildung verschiedener Berufssparten.

Für die Zukunft wichtig ist dem Landeshauptmann: „Jedes Kind in Kärnten soll einen Schulabschluss und jeder Jugendliche eine abgeschlossene Berufsausbildung haben.“ Ein weiteres Bekenntnis gilt jenem zur ganztägigen Schule in verschränkter Form und einer gemeinsamen Schule bis zum 14. Lebensjahr. Ausgebaut werden soll der Englischunterricht durch mehr Nativ-Speaker. Kaiser verwies auf erfolgreich vorgenommene Weichenstellungen, auf die es aufzubauen gelte, wie etwa dem Education Lab zur verstärkten Vermittlung von Inhalten in MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik), die österreichweit einzigartige Industrie-HAK in Althofen oder die Expositur der HTL Lastenstraße in Spittal.

Als Gast und Experte ergriff der Rektor der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Oliver Vitouch, die Gelegenheit, über aktuelle Entwicklungen an der hiesigen Alma Mater zu berichten. „Die Alpen-Adria-Universität verfügt jährlich über 56 Millionen Euro Budget aus Bundesmitteln, für bauliche Sanierungsmaßnahmen kamen in den vergangenen Jahren nochmals 26 Millionen Euro dazu. Inzwischen ist die Sanierung so gut wie abgeschlossen“, berichtet Vitouch. Nun ginge es darum, in Sachen Internationalisierung noch besser zu werden und somit das Leistungsvermögen für das Land weiter auszubauen. „Ein herausragender Erfolg, der in diesem Bereich bereits zu vermelden ist, ist eine Platzierung unter den 150 besten jungen Universitäten weltweit im Rahmen der QS World University Rankings“, betont Vitouch. Ab 2019 steht ein Forschungsschwerpunkt zum Thema Digitalisierung an, der auch mit Hilfe zusätzlicher Professuren die technischen, rechtlichen, ökonomischen, gesellschaftlichen wie kulturellen Aspekte des digitalen Wandels beleuchten soll. „Weiters geplant ist ein englischsprachiges BWL-Bakkalaureats-Studium, das Klagenfurt als zweite Universität österreichweit anbieten wird“, führt Vitouch aus. Darüber hinaus entsteht mit Unterstützung von KWF, Kärntner Sparkasse und Unternehmenspartnern eine Stiftungsprofessur für den Bereich Industrie 4.0. Vitouch erwähnte auch die gute Kooperation mit dem Land in Sachen Silicon Austria Labs inklusive Gesprächen über eine weitere Zusammenarbeit mit TU Graz und Universität Linz, um neue Schwerpunkte im Bereich technischer Studien zu schaffen, etwa in den Gebieten Leistungselektronik, Sensorik und vernetzte Systeme.

Ganz neu im Entwicklungsplan für 2019: „Wir planen, sportwissenschaftliche Studien anzubieten“, so Vitouch. In einem ersten Schritt sei das Lehramtsstudium „Bewegung und Sport“ angedacht, das bereits 2020 starten könnte, in weiterer Folge eine österreichweit einzigartige Verknüpfung von BWL und Sportwissenschaften. „Ich bin überzeugt, dass wir damit die Gesamtattraktivität des tertiären Bildungsangebotes in Kärnten wesentlich steigern können“, so Vitouch.

Christina Patterer, Volksschullehrerin aus Hermagor und Kandidatin für die Landtagswahl, betonte, dass es ein wichtiges Bestreben sei, dass Interesse an Bildung und Lernen bereits im Kindergarten zu wecken, der deshalb besser als „Bildungsgarten“ bezeichnet werden sollte. Die SPÖ bekenne sich zur Inklusion, deren Ziel es ist, jedem Kind – mit oder ohne Einschränkung - die optimale Förderung zukommen zu lassen.

Stefan Sandrieser, Kärntner Landesvorsitzender der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) und oberster Personalvertreter der Pflichtschullehrer in Kärnten, wies darauf hin, dass es neben den Grundkompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen, erweitert um die digitale Kompetenz unabdingbar sei, die Talente und Begabungen der Kinder zu entdecken und zu fördern. Dies könne gemäß dem Motto „Jeder Schule ihre Bühne“ etwa durch entsprechende kulturelle Angebote wie Theater, Musik oder bildnerische Angebote erfolgen, so Sandrieser, der einen Schulterschluss zwischen Eltern und Schulen vor allem auch im Hinblick auf die Etablierung und Akzeptanz von Ganztagesschulen als wichtig erachtet. „Eltern sollen die Vorteile erkennen und vom Gedanken, Schulen wären Aufbewahrungsstätten, wegkommen“, betont Sandrieser, der Muster-Ganztagesschulen verstärkt präsentieren und so Lust auf mehr Ganztagesschulen machen will.

Foto: KK

Presseaussendung von: SPÖ Kärnten

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