LH Dörfler: Anschaffungskosten waren mit 3,7 Millionen bereits enorm
Klagenfurt (LPD). Im Rahmen der Regierungssitzung heute, Dienstag, gab es auch eine eingehende Diskussion über die Anschaffung des Arzneimittels Tamiflu im September 2005 gegen das Ausbreiten der Vogelgrippe, berichtete Landeshauptmann Gerhard Dörfler im Pressefoyer.
Vom damaligen Gesundheitsreferenten wurde ein Akt eingebracht, der den Ankauf des Medikamentes mit Gesamtkosten von 3,7 Millionen Euro vorsah. "Ich habe damals als einziges Regierungsmitglied dem Akt nicht zugestimmt, und die Hysterie rund um eine Ausbreitung der Vogelgrippe war übertrieben", betonte der Landeshauptmann. Auch dem Argument, mit der Anschaffung des Medikamentes, würde man 658 Todesfälle verhindern, habe er damals nichts abgewinnen können. "Vielmehr war es eine Geschäftemacherei der Arzneimittelindustrie und wir haben ihr das Geld in den Rachen geworfen", sparte Dörfler nicht mit Kritik. Hätte der Bund sich an den Kosten beteiligt, hätten die Medikamentenkosten immer noch 2,2 Millionen Euro ausgemacht, präzisierte zudem der Landeshauptmann. Aber vom Bund ist kein Geld gekommen.
Dass das derzeit gelagerte Medikament, das ein Ablaufdatum hat, einmal entsorgt werden müsse, sei allen klar. "Da es sich um Sondermüll handelt, werden die Entsorgungskosten für das Tamiflu sicher hoch sein", stellte Dörfler unmissverständlich fest.
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